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Troy Corser fuhr sein bisher bestes Superpole-Ergebnis der Saison ein © BMW Motorrad

Troy Corser schaffte es in Monza erstmals in Reihe drei, wurde aber von gelben Flaggen gebremst - Ruben Xaus will sich von Platz 14 aus noch weiter steigern

BMW Motorrad Motorsport Fahrer Troy Corser verbuchte heute mit der elftschnellsten Zeit seine beste Superpole in diesem Jahr und nimmt die Rennen morgen in Monza aus der dritten Startreihe auf. Möglicherweise wäre das Ergebnis noch besser ausgefallen, hätten die Streckenposten während einer sehr schnellen Runde gegen Ende nicht gelbe Flaggen geschwenkt. Corsers Teamkollege Ruben Xaus startet morgen als 14. aus der vierten Reihe und war ebenfalls zufrieden, sich damit in der Superpole verbessert zu haben.

"Das ist heute zwar unser bestes Superpole-Ergebnis in diesem Jahr, aber ich glaube, es hätte noch besser ausfallen können", sagte Corser. "Gegen Ende der Superpole 2 war ich auf einer schnellen Runde, und als ich dann auf die Parabolica zufuhr, sah ich, wie gelbe Flaggen sowie die Ölflaggen geschwenkt wurden. Ich musste etwas vom Gas gehen, und als ich dann in die Kurve fuhr, sah ich einige Streckenposten auf den Curbs stehen. Offenbar muss da ein Sturz oder etwas ähnliches gewesen sein. Dennoch war es mehr als ärgerlich, weil ich wusste, dass ich schneller gewesen wäre als in der Runde zuvor. Ich bin mir ziemlich sicher, dass ich es in die Superpole 3 geschafft hätte, was dann immerhin Startreihe zwei gewesen wäre."

"Wir konnten einige der Probleme von gestern lösen, aber ich denke, dass wir nach wie vor ein konstanteres Gefühl beim Bremsen benötigen", analysierte Corser weiter. "Hier in Monza gibt es einige Bodenwellen, die unser Motorrad dabei in Unruhe bringen. Wir beschäftigen uns viel mit der Abstimmung der Elektronik, wo wir noch einiges zu tun haben. Dann werden wir schnellere Rundenzeiten fahren und wettbewerbsfähiger sein. Mit unserer bislang besten Superpole bin ich soweit zufrieden, und wenn mir morgen zwei gute Starts gelingen, habe ich Chancen auf gute Platzierungen."

Für Xaus ist "alles auf einem guten Weg, und auch wenn es jede Menge zu tun gibt, arbeiten wir doch alle sehr gut zusammen und verbessern das Motorrad Stück für Stück. Heute hatten wir vielleicht etwas zuviel Grip, und das beeinträchtigte das Gefühl fürs Motorrad. Zudem fühlte sich das Motorrad heute auch nicht so schnell an, wie bei den Tests hier vor einem Monat. Das dürfte sowohl mit dem Grip, als auch mit der Elektronik zu tun haben."

"Heute haben wir versucht, das Motorrad auf konstante Rundenzeiten abzustimmen, und dabei blieb möglicherweise ein wenig Leistung auf der Strecke", konstatierte der Spanier. "Ich hatte heute einen leichten Sturz, wie fünf andere Fahrer auch, die alle denselben Reifentyp wie ich benutzten. Ich denke, es lag an diesem weichen Reifen, den wir alle verwendeten. Morgen früh werden wir fürs Warm-up einige Änderungen vornehmen und hoffen, uns damit nochmals zu verbessern."

"Gratulation an Troy Corser, der uns die bislang beste Superpole beschert hat, wenngleich es mir auch etwas Leid tut, da heute möglicherweise sogar mehr drin gewesen wäre", bilanzierte Berti Hauser, der Leiter BMW Motorrad Motorsport. "Aber so sind die Dinge manchmal, und wir müssen zufrieden sein, dass es mit jedem Mal besser bei uns läuft. Ruben hat ebenfalls Fortschritte gemacht, und das zeigt, dass wir in die richtige Richtung gehen. In den letzten Rennen mussten sich Troy und Ruben von hinten im Feld nach vorn kämpfen, und ich denke, dass wir morgen wieder Ähnliches von ihnen zu sehen bekommen werden."

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