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Zurückgemeldet: Ben Spies holte im zweiten Rennen einen klaren Sieg © Yamaha

Nach der "bitteren Pille" in Rennen eins holte Ben Spies jetzt den Sieg vor Michel Fabrizio und Riuychi Kiyonari - Noriyuki Haga nach frühem Sturz draußen

Bei Ben Spies geht die emotionale Achterbahnfahrt an Rennsonntagen weiter. Diesmal erlebte er zunächst im ersten Rennen den Tiefpunkt und trumpfte dann im zweiten Rennen auf. Nachdem er den Sieg im ersten Rennen wenige Meter vor dem Ziel noch verloren hatte, holte der Yamaha-Star den Triumph jetzt im zweiten Rennen nach. Er gewann diesmal mit recht deutlichem Vorsprung vor Michel Fabrizio (Ducati) und Riuychi Kiyonari (Ten-Kate-Honda). WM-Spitzenreiter Noriyuki Haga schied nach einem Sturz gleich in den ersten Runden aus. Damit konnte Spies seinen Rückstand in der WM auf 54 Punkte verkürzen (Haga 200, Spies 146).

Während das erste Rennen in Monza an Dramatik nicht zu überbieten war, ging es im zweiten Rennen etwas ruhiger zur Sache. Spannend war der Kampf um Platz zwei und besonders hoch her ging es im Mittelfeld, wo teilweise vier Piloten gegeneinander fighteten. Des Öfteren wurde allerdings auch durch die Schikane abgekürzt, es hagelte Durchfahrts- und Zeitstrafen.

Am Start konnte sich WM-Spitzenreiter Haga erneut an die Spitze setzen, doch schon in den ersten Kurven fiel der japanische Ducati-Pilot weit zurück. Dadurch übernahm Polesitter Spies wieder die Führung. Fabrizio lag dahinter auf Rang zwei, Alstare-Pilot Yukio Kagayama wa Dritter vor Kiyonari. In Runde drei kam das Aus für Haga: Der Japaner hatte einen heftigen Sturz - noch ist unklar, ob er sich dabei verletzt hat oder nicht.

Der Drittplatzierte Kayagama fuhr dann in der Schikane gerade aus und fiel weit zurück nach hinten, Kiyonari übernahm den dritten Rang. In Runde sieben startete der Japaner eine erfolgreiche Attacke auf Fabrizio und war Zweiter. Unterdessen baute Spies seinen Vorsprung an der Spitze immer weiter aus. Nach neun Runden hatte er ein Polster von 4,5 Sekunden.

Im Runde elf entbrannte der Fight um Platz zwei erneut. Fabrizio konnte sich wieder an Kyionari vorbeiquetschen, Spies war nun schon um 5,7 Sekunden enteilt. Kiyonari versuchte im weiteren Rennverlauf, Fabrizio wieder vom zweiten Platz zu verdrängen, doch das misslang. An der Spitze wurde Spies etwas langsamer, so dass seine Verfolger aufholen konnten, doch nach 18 Runden kam er mit drei Sekunden Vorsprung auf Fabrizio ins Ziel.

"Im ersten Rennen hatte ich eine bittere Pille zu schlucken, danach musste ich mich erst wieder sammeln", schilderte Sieger Spies. Seine ersten Gedanken galten seinem Rivalen: "Ich hoffe nur, dass Haga okay ist! Für mich war es sehr schwer, wieder zurückzukommen. Aber in den ersten Runden habe ich einen wirklich guten Rhythmus gefunden. Dann habe ich wieder Probleme bekommen und bin etwas vom Gas gegangen. Ich wollte nur noch sicherstellen, dass ich den Sieg hole. Es war ein hartes Rennen, aber wir hatten einen guten Speed und darauf müssen wir aufbauen."

Spies gibt zu: Der Sprit war ausgegangen

Spies räumte auch offen ein, dass ihm im ersten Rennen kurz vor dem Ziel das Benzin ausgegangen ist. "Es war eigentlich alles gut im ersten Rennen. Aber es ist eine lange Strecke und da kann es Probleme geben, weil wir ja nur eine bestimmt Spritmenge mitnehmen können. Zumal wir zwei Aufwärmrunden gefahren sind. Ich gratuliere Michel zum Sieg im ersten Rennen, aber im zweiten Rennen wollte ich es ihm nicht so leicht machen."

Diese Glückwünsche gab Fabrizio zurück: "Es scheint so, als müsste ich weiter auf meinen zweiten Sieg warten. Es war für mich ein schwieriges Rennen. Ich bin mit meiner zweiten Maschine gefahren, da es mit der anderen Probleme gab. Gratulation an Ben, er ist ein starkes Rennen gefahren." Kiyonari war über seinen dritten Platz "ein bisschen enttäuscht": "Ich konnte zwar an Fabrizio dran bleiben, aber ich konnte ihn nicht überholen."

Platz vier ging an Kiyonaris Ten-Kate-Teamkollegen Jonathan Rea, Aprilia-Altmeister Max Biaggi wurde Fünfter vor Tom Sykes (Yamaha), Leon Haslam (Stiggy-Honda), Jakub Smrz (Ducati) und BMW Pilot Ruben Xaus. Carlos Checa wurde als Zehnter gewertet, er hatte die Schikane aber gleich zweimal abgekürzt.

BMW Pilot Troy Corser ging nach zwei heftigen Stürzen bei den beiden Starts des ersten Rennens im zweiten Rennen nicht mehr an den Start. Er und das Team entschieden, dass zwei Stürze für einen Rennsonntag ausreichen und dass man nichts mehr riskieren will. Corser ist aber glücklicherweise unverletzt.

Neuigkeiten gibt es auch von Max Neukirchner - leider keine guten. Die Diagnosen haben ergeben, dass sich der Sachse einen Oberschenkelbruch, einen doppelten Wadenbruch sowie eine Fußverletzung zugezogen hat. Er soll heute noch in Italien operiert werden.

Ergebnis Rennen zwei Monza:

01. Spies, B. (Yamaha)

Nicht gewertet:

Resch, R. (Suzuki)

Gesamtwertung nach zehn Saisonrennen:

01. Haga N. - 200 Punkte

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