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Michel Fabrizio hat es geschafft und seinen ersten Sieg eingefahren © Ducati

Michel Fabrizio war nach seinem lang ersehnten ersten Sieg überglücklich - Teamkollege Nori Haga wurde in Rennen zwei ein Vogel zum Verhängnis

Noch bevor er die Ziellinie überquerte, jubelte Michel Fabrizio schon auf seiner Ducati. Der Italiener hatte es geschafft: Er hatte seinen lang ersehnten ersten Sieg in der Superbike-Weltmeisterschaft geholt, und das auch noch auf heimischem Boden. Im ersten Rennen in Monza konnte der Italiener zum ersten Mal triumphieren, sein Teamkollege Noriyuki Haga komplettierte den Ducati-Doppelsieg.

Fabrizio hatte nach einem mehr als dramatischen Rennen die Nase vorn: Beim ersten Start der Massencrash mit drei Verletzten, darunter Max Neukirchner. Dann der erbitterte Fight gegen seinen Kollegen um Platz zwei hinter dem Führenden Ben Spies. Und dann die dramatischen letzten Meter, in denen Spies noch das Benzin ausging und Fabrizio plötzlich seinem ersten Sieg entgegenfuhr.

Im zweiten Rennen konnte Fabrizio als Zweiter wieder aufs Podium fahren. Spies tat ihm diesmal nicht den Gefallen, kurz vor dem Ziel auszurollen und siegte. Doch Fabrizio konnte Platz zwei gegen Ten-Kate-Pilot Riuychi Kiyonari verteidigen. Weniger Glück hatte Haga: Er setzte sich am Start zwar an die Spitze, doch dann versetzte ihm ein Vogel einen heftigen Schlag auf den rechten Arm.

Haga verlor sofort das Gefühl im rechten Arm und wurde nach hinten durchgereicht. Der Japaner fuhr noch eine Runde weiter. Doch der Schlag auf den Arm war so heftig, dass er in der Parabolica nicht mehr bremsen konnte und heftig abflog. Haga wurde sofort in der Clinica Mobile untersucht. Er hatte sich eine Prellung am rechten Bizeps, aber keine Brüche zu.

"Ich bin über die heutigen Ergebnisse so glücklich", freute sich Fabrizio. "Das ganze Wochenende lief schon gut, deshalb wusste ich, dass ich um den Sieg kämpfen kann und endlich habe ich es geschafft! In der Mitte des ersten Rennens hatte ich Probleme beim Schalten, vor allem, als Ben mich überholt hat. Aber ich habe nicht aufgegeben und bis zum Schluss gekämpft. Es ist schade für Ben, dass das Rennen so für ihn geendet hat. Damit hat war mein Sieg eigentlich auch kein richtiger, aber ich bin natürlich sehr zufrieden."

Und Rennen zwei? "Ben hatte den Sieg schon im ersten Rennen verdient, deshalb habe ich mich gefreut, dass er ihn stattdessen in Rennen zwei geholt hat", erklärte Fabrizio. "Ich musste im zweiten Rennen mit meiner zweiten Maschine fahren und hatte aus irgendwelchen Gründen Probleme am Start. Ich hatte kein gutes Gefühl und konnte nicht pushen. Aber nach ein paar Runden habe ich mich darauf konzentriert, wieder aufs Podium zu kommen. Danach war es einfacher. Ich danke meinem gesamten Team, dass es mir an diesem Wochenende so ein fantastisches Bike gegeben hat. Den Doppelsieg hebe ich mir fürs nächste Rennen auf!"

"Gleich beim Start des zweiten Rennens traf mich ein Vogel am rechten Arm. Es hat höllisch weh getan und ich habe jedes Gefühl verloren. Es waren starke Schmerzen und es kam mir vor, als ob man mit unzähligen Nadeln auf meinen Arm und die Hand einsticht", schilderte Haga. "Ich habe versucht, das Rennen fortzusetzen, aber ich konnte nicht mehr fahren und bin in der Folge leider gestürzt."

"Es tut weh, aber ich sollte sehr bald wieder in Topform sein", erklärte der Japaner weiter. "Im ersten Rennen lief es wesentlich besser und mir hat der Fight gegen Ben und Michel wirklich Spaß gemacht. Am Ende rechnete ich damit, Dritter zu werden, aber dann bleib Bens Maschine so kurz vor dem Ziel stehen und ich wurde Zweiter. Es tut mir leid für ihn, da er den Seig verdient hätte. Wir werden es in diesem Jahr weiter ausfighten. Trotz meines Nullers in Rennen zwei habe ich noch 54 Punkte Vorsprung und damit bin ich zufrieden."

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