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Troy Bayliss hatte seinen Spaß daran, in Mugello die Ducati zu testen © Ducati

Troy Bayliss stellte bei den Ducati-Tests in Mugello Vittoriano Guareschi in den Schatten, dennoch denkt er nicht über ein Comeback nach

Der dreifache Superbike-Weltmeister Troy Bayliss hatte diese Woche von Dienstag bis Donnerstag Gelegenheit, in Mugello die Ducati Desmosedici GP9 zu testen. Der Australier war an der Seite des offiziellen Ducati-Testfahrers Vittoriano Guareschi unterwegs und stellte diesen mit einer respektablen Bestzeit von 1:51.2 Minuten um zwei Zehntelsekunden in den Schatten.

"Ich hatte drei gute Tage, an denen ich mich endlich wieder wie ein Motorradfahrer fühlte", sagte Bayliss mit einem breiten Grinsen im Gesicht. "Es dauerte nicht lange, wieder reinzukommen, aber bevor jetzt jemand auf dumme Ideen kommt, sage ich lieber gleich, dass ich mich jetzt schon darauf freue, zum Flughafen zu fahren und heute Abend nach Australien zu fliegen. Ich habe keine Absicht, wieder Rennen zu fahren!"

"Wir arbeiteten jeden Tag am Motorrad und ich konnte mit jedem Tag mehr pushen, bis ich schlussendlich auf ein paar respektable Rundenzeiten kam", fügte der 40-Jährige an. "Jetzt bleibe ich mal eine Weile zu Hause, aber im Juni oder Juli werde ich noch mal für ein paar Wochen nach Europa kommen. Vielleicht werde ich die GP9 dann wieder testen. Ich weiß das noch nicht genau, aber ich freue mich darüber, Teil dieses Projekts zu sein."

Sinn und Zweck des Tests war, in Sachen Setup neue Wege zu ergründen, denn in der laufenden MotoGP-Saison konnte Casey Stoner als einziger der fünf Ducati-Fahrer wirklich überzeugen. Die Satellitenteams um Kallio, Canepa und Gibernau blieben hingegen ebenso deutlich hinter den Erwartungen zurück wie Werksfahrer Nicky Hayden. Daher setzte sich Filippo Preziosi sehr für den Test mit Bayliss ein.

"Es war sehr nützlich für uns, mit Troy zu arbeiten, denn er pflegt einen ganz anderen Fahrstil als Vittoriano", erklärte Preziosi nach den drei Tagen in Mugello. "Außerdem war es interessant und hilfreich, seine Eindrücke über die GP9 zu hören. Wir haben an Chassissetups gearbeitet, die ganz anders sind als die, die wir normalerweise verwenden. Die Ergebnisse waren ermutigend, auch wenn wir das noch weiter vertiefen müssen."

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