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Die Werks-Ducatis konnten ihr Programm nicht so durchziehen wie geplant © Ducati

Der Trainingsplan der Ducati-Fahrer Casey Stoner und Nicky Hayden wurde vom typischen Le-Mans-Wetter durcheinander gebracht

Als etwa zur Halbzeit der einstündigen Trainingssession heute Nachmittag Regen einsetzte, hatten Casey Stoner und sein Teamkollege Nicky Hayden gerade einmal eine Grundabstimmung für den Circuit Bugatti in Le Mans erarbeitet. Dennoch gelang Stoner in nur ungefähr eine Handvoll Runden zweitschnellste Zeit hinter Andrea Dovizisio.

"Zu Beginn des Trainings fühlte es sich an, als ob wir ein Problem mit dem Hinterreifen haben würden. Bis jetzt haben wir aber noch nicht alle Daten analysiert, daher wissen wir auch nicht, was genau geschehen ist", gab der 23-jährige Australier zu Protokoll.

"Es dauerte eine Weile, bis wir uns zu einer radikalen Änderung entschlossen hatten und ich auf mein zweites Bike, mit einem komplett neuen Reifen, gewechselt bin. Sofort hatte ich damit ein besseres Gefühl, obwohl es uns nicht gelungen ist, den Reifen optimal auf Temperatur zu bringen. Es kann durchaus daran gelegen sein, dass die Abstimmung für Hinten etwas zu steif war und wir konnten auch nicht ausreichend Gewicht nach hinten verlagern."

"Als wir das Setup geändert hatten, begann es zu regnen und somit war dann auch endgültig 'Game Over' für heute. Insgesamt konnten wir nur drei anständige Runden zurücklegen. Ein trockenes Wochenende wäre auf alle Fälle von Vorteil, aber so wie die Wettervorhersagen sind, wird dies leider nicht der Fall sein", fasste Stoner seinen Arbeitstag zusammen.

Regen verkürzte das Training

Weitaus schlimmer machte sich das wechselhafte Wetter für Hayden bemerkbar, der mit einer Zeit von 1:38.032 auf Platz 15 in der Ergebnisliste auftauchte. Der US-Amerikaner kämpft nach wie vor mit Anpassungsschwierigkeiten an die Desmosedici GP9 und hat ab diesem Wochenende mit Juan Martinez einen neuen Crewchief an seiner Seite.

"Wir waren der Meinung, dass wir jetzt eine Stunde für das Training haben und letztendlich mussten wir uns wieder mit nur 45 Minuten begnügen", klagte Hayden. "Der Regen machte uns einen dicken Strich durch die Rechnung, haben wir doch noch so viel Arbeit vor uns."

Hayden mit neuem Crewchief

"Zudem befinden wir uns in einer völlig neuen Situation", fuhr Hayden fort. "Juan und ich müssen uns erst kennen lernen, aber es reichte heute nur für zwei Runs im Trockenen. Ich konnte konstant meine Rundenzeiten verbessern und als ich meinen zweiten Run fuhr, kam der Regen. Es sah zunächst so aus, als ob sich das Wetter nicht entscheiden könne, soll es regnen oder soll doch die Sonne scheinen."

Für den 35-jährigen Spanier Juan Martinez ist sein neuer Arbeitsplatz bei Ducati nicht ganz fremd, arbeitete er doch lange Zeit mit Sete Gibernau zusammen, als dieser 2006 vor seinem zwischenzeitlichen Rücktritt für die Italiener fuhr. Zudem spricht Martinez auch perfekt Englisch und Italienisch. "Mit seinen ausgezeichneten Fremdsprachenkenntnissen soll er die Kommunikation innerhalb Nickys Crew wesentlich verbessern", nannte Teammanager Livio Suppo einen Grund für die Personalrochade.

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