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Stefan Bradl hätte gerne mehr erreicht, rechnet sich aber für morgen Chancen aus © Kiefer

Zehn Sekunden fehlten Stefan Bradl auf eine weitere Runde und einen besseren Startplatz, doch auch so startet er in Le Mans aus Reihe zwei

Gut gepokert ist halb qualifiziert - bis kurz vor Schluss sah sich Stefan Bradl das nasse Treiben seiner Kollegen im Qualifying in Le Mans nur an, dann schlug der Zahlinger zu und donnerte mit seiner Aprilia auf Startplatz acht. Sein Rückstand lag bei knapp eineinhalb Sekunden, dennoch war er bester Deutscher im Feld.

"Wir waren uns sicher, dass es zum Ende hin trocken sein wird, deshalb haben wir etwas länger gewartet. Als ich mit den Regenreifen draußen war und sofort gemerkt habe, dass es dazu zu trocken ist, wechselten wir gleich wieder zurück auf die trockene Abstimmung und geschnittene Slicks", erklärte der Sohn von Ex-Vizeweltmeister Helmut Bradl nach der Veranstaltung.

"Leider wurde ich als einer der ersten Fahrer abgewunken, was mich einige Plätze gekostet hat. Die Strecke wurde immer schneller und diejenigen, die als letzte Fahrer in die auch letzte Runde gingen, hatten die besten Bedingungen. Es ist in Ordnung, die ersten zwei Reihen waren mein Ziel und das habe ich erreicht. Es war halt ein richtiges Pokerspiel", so Bradl.

Sein Teamchef Stefan Kiefer sah es ähnlich: "Wir sind leider zehn Sekunden zu früh wieder abgewunken worden, die eine Runde hätte uns noch gefallen. Vielleicht wäre dann die erste Reihe drin gewesen." Das ist aber kein Grund zu Unzufriedenheit: "Wir sind sehr glücklich mit dem achten Platz. Das ist eine gute Ausgangsposition fürs Rennen. Stefan war schon das ganze Wochenende sehr locker und wir glauben, dass wir für das Rennen ganz gut gerüstet sind."

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