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Die Französin ist das Hübscheste, was der Zweiradsport zu bieten hat © Seidenglanz

Die 18 Jahre alte 125er-Pilotin aus Frankreich kam nur über Umwege zu einer Wildcard für den Grand Prix von Frankreich

Ornella Ongaro heißt der Leader in der nationalen 125er-Meisterschaft in Frankreich. Dabei handelt es sich um eine hübsche junge Dame aus La Bocca, einem Vorort der südfranzösischen Nobelkommune Cannes. Die 18-Jährige ist fest entschlossen, in die Männerdomäne Motorradrennsport einzubrechen. Im laufenden Championat vergeigt sie ihre männlichen Kollegen nach Belieben, sodass die Führung in der Meisterschaft nicht von ungefähr kommt.

Im Vorfeld des Grand Prix von Frankreich an diesem Wochenende in Le Mans kam es zu einem riesigen medialen Rummel um die junge Dame, weil ihr die nationale Sportbehörde eine Wildcard für die Teilnahme am Grand Prix verweigert hatte. Gemäß den Statuten kann der Verband eine Anzahl von Gaststartplätzen vergeben. Im Normalfall wird dies in Frankreich mit den zu diesem Zeitpunkt vier Erstplatzierten der Meisterschaft gehandhabt. Im Falle von Fräulein Ongaro überging man dabei aber rücksichtslos den Führenden.

"Am meisten ärgert mich, dass sich niemand von der FFM zu einer Stellungnahme findet", erzählte die Rennfahrerin in Le Mans. Mit Bekanntwerden dieser Angelegenheit startete aber ein unbekannter Fan der Honda-Pilotin eine Unterschriftenaktion. Auch von Seiten ihres Kollegen Richard de Tournay kam Hilfe. Der junge Mann verzichtete freiwillig auf sein Grand-Prix-Debüt!

"Leider konnte ich mich noch nicht persönlich bei Richard bedanken. Bis jetzt habe ich ihn am Telefon noch nicht erreicht", zeigte sich Ongaro dankbar. Ihr großes Ziel, morgen in ihrem Heim-Grand-Prix ein Debüt feiern zu können, blieb der sympathischen Südfranzösin aber versagt: Bei den wechselhaften Witterungsverhältnissen an diesem Wochenende in Le Mans scheiterte sie mit ihrer privaten Honda an der Qualifikationshürde.

"Auch wenn ich mein Ziel für dieses Wochenende nicht geschafft habe, werde ich am Montag daheim wieder im McDonald's arbeiten gehen, um mir weiterhin meine Leidenschaft finanzieren zu können", schmunzelte sie.

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