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Stefan Bradl kämpfte sich zunächst tapfer nach vorne, schied dann aber aus © Kiefer

In Le Mans hat Stefan Bradl mit einem Sturz eine gute Chance weggeworfen, in der Weltmeisterschaft wieder den Anschluss zu finden

Im Regenrennen von Le Mans hatte Stefan Bradl heute die große Chance, erstmals in dieser Saison auf das Podium zu fahren und in der 125er-Weltmeisterschaft wertvolle Punkte zu sammeln. Doch statt auf seine Konkurrenten Boden gutzumachen, warf der junge Deutsche seine Kiefer-Aprilia an dritter Stelle liegend weg.

In der 15. Runde kam Bradl hinter Jonas Folger in einer Rechtskurve zu Sturz. Das Motorrad machte sich zunächst selbstständig und fiel erst nach ein paar Metern um, wobei die Lenkung kaputt ging, sodass an ein Weiterfahren nicht mehr zu denken war. Dabei hatte der als WM-Mitfavorit in die Saison gestartete Vizeweltmeistersohn bis dahin eine starke Leistung gezeigt und sich vom achten Startplatz sukzessive nach vorne gearbeitet.

"Ich hatte bis dahin keinen Rutscher und war völlig sicher unterwegs", seufzte Bradl, "aber im Regen ist der Grat zwischen schnell sein und Sturz so schmal. Es ist halt ärgerlich, da sicher ein Podium drin gewesen wäre. Positiv aus diesem Wochenende nehme ich mit, dass wir wieder vorne an der Spitze dabei sind. Meinen Fahrstil habe ich wieder umgestellt und das hat sehr gut funktioniert."

Doch möglicherweise kommt diese Maßnahme schon zu spät, denn nach vier von 16 Rennen hat Bradl als WM-Zwölfter 38 Punkte Rückstand auf Spitzenreiter Julian Simon. Damit ist noch lange nicht aller Tage Abend, aber die Mission Titelgewinn ist heute zumindest nicht einfacher geworden...

Schwacher Trost für das Kiefer-Team: In der 250er-Klasse fuhr der Russe Vladimir Leonov als Zehnter sein bisher bestes Ergebnis ein.

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