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Noriyuki Haga war heute eine Klasse für sich und gewann beide WM-Läufe © Ducati

Noriyuki Haga und Michel Fabrizio feierten in beiden Superbike-WM-Rennen in Kyalami einen Doppelsieg - Pechvogel Ben Spies im zweiten Lauf k.o.

Mit einem totalen Triumph für das Xerox-Ducati-Werksteam endeten heute die beiden wenig aufregenden Superbike-WM-Läufe in Kyalami: WM-Leader Noriyuki Haga, der seinen Vorsprung damit weiter ausbaute, feierte auf südafrikanischem Boden zwei Siege vor seinem Stallgefährten Michel Fabrizio und demonstrierte damit einmal mehr seine Rennintelligenz.

Dies gilt besonders für das erste Rennen, in dem der Japaner zunächst hinter Polesetter Ben Spies (Yamaha) und Fabrizio an dritter Stelle lag. Doch während sich die beiden Spitzenreiter gegenseitig beharkten, schob sich Haga dank konkurrenzfähiger Rundenzeiten heimlich, still und leise an ihnen vorbei und gewann letztendlich recht souverän. Fabrizio musste sich lange Zeit gegen Spies wehren, konnte den Amerikaner im Finish aber ebenfalls noch abschütteln.

Rea vs. Biaggi

Spannend ging es dahinter zu, denn Jonathan Rea (Honda) und Max Biaggi (Aprilia) lieferten sich bis in die letzte Kurve einen spannenden Kampf um Platz vier, den Ten-Kate-Pilot Rea für sich entscheiden konnte. Carlos Checa (Honda) wurde Sechster, gefolgt von Shinya Nakano (Aprilia) und Yukio Kagayama (Suzuki). Neukirchner-Ersatzmann Fonsi Nieto (Suzuki) blieb farblos: 16. im ersten, 15. im zweiten Rennen des Tages.

Lauf zwei hätte durchaus auch anders ausgehen können, doch Spies schied in Führung liegend gleich zu Beginn mit technischen Problemen aus und musste dem Ducati-Express das Feld überlassen. Fabrizio machte es Haga in der Folge nicht leicht und fightete bis zum Schluss: In der vorletzten Runde ging der Italiener sogar kurz in Führung, aber Haga konnte kontern. Von der Attacke in der Zielkurve ließ sich der spätere Sieger dann nicht mehr überrumpeln.

Enttäuschender Renntag für BMW

Rea rundete ein solides Wochenende mit einem Podestplatz ab und hielt am Ende Leon Haslam (Honda) und Biaggi in Schach. Ruben Xaus (BMW) schied in beiden Läufen aus, während sein Interimskollege, der Routinier Steve Martin, einmal Letzter und einmal Vorletzter wurde - in München sehnt man wohl schon das Comeback von Troy Corser herbei. Der Australier hatte sich zuletzt bei einem schweren Unfall in Monza verletzt.

In der Weltmeisterschaft ist zwar noch keine Vorentscheidung gefallen, aber so langsam schüttelt Haga seine direkten Konkurrenten mehr und mehr ab. Auf Fabrizio hat er 85, auf Spies sogar 88 Punkte Vorsprung. Letzterer ist zwar im Qualifying stets eine Klasse für sich, doch mit den Rennergebnissen hat es bisher noch nicht so geklappt. Bei den Konstrukteuren führt ebenfalls Ducati mit 275 Punkten vor Yamaha (203) und Honda (170).

Rennergebnis, Lauf 1:

01. Haga N. (JPN - Ducati 1098R) 39:47.436 Minuten

Ausfälle:

Haslam L. (GBR - Honda CBR 1000RR)

Rennergebnis, Lauf 2:

01. Haga N. (JPN - Ducati 1098R) 39:45.027 Minuten

Ausfälle:

Scassa L. (ITA - Kawasaki ZX 10R)

WM-Stand Fahrer:

01. Haga - 250 Punkte

WM-Stand Hersteller:

01. Ducati - 275 Punkte

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