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Der Motorradwechsel zur rechten Zeit brachte Jorge Lorenzo den Sieg © Yamaha

Jorge Lorenzo hat nach seinem Sieg beim Grand Prix von Frankreich die perfekte Strategie seines Yamaha-Teams gelobt

Das MotoGP-Rennen von Le Mans war - das steht bereits jetzt fest - einer der Höhepunkte der Saison 2009. Als um 14 Uhr Ortszeit der Grand Prix von Frankreich gestartet wurde, war der 4,185 Kilometer Circuit Bugatti noch komplett nass. Allerdings hatte es in den Minuten vor dem Start aufgehört zu regnen, weshalb sich alle Teams auf einen Wechsel von Regenreifen auf Slicks während des Rennens einstellten.

So hielt auch das Yamaha-Werksteam für seine beiden Piloten Jorge Lorenzo und Valentino Rossi deren jeweilige Ersatzmaschine mit Trockenabstimmung und Slicks bereit. Doch während Rossi der erste Fahrer war, der in die Box zum Motorrad-Wechsel kam, war Lorenzo in Runde zwölf der vorletzte Pilot, der sich zu diesem Schritt entschloss.

Zu diesem Zeitpunkt hatte sich Lorenzo, der kurz vor dem Start zunächst den falschen Startplatz im Grid einnahm, dann aber noch auf den richtigen Spot "umparken" durfte, das Rennen bereits komfortabel angeführt. Teamkollege Rossi bezahlte seinen frühen Wechsel dagegen mit einem Sturz und spielte nach insgesamt drei Boxenstopps und einer Durchfahrtsstrafe längst keine Rolle mehr in Le Mans.

"Es war ein sehr schwieriges Rennen, denn ich bin es nicht gewohnt das Motorrad mitten im Rennen zu wechseln", gab Lorenzo unmittelbar nach seinem Sieg zu Protokoll. "Das war heute das erste Mal. Ich bin total dankbar für diesen Sieg."

Sieg bringt Lorenzo die WM-Führung

"Ich war sowohl mit dem Regenreifen als auch mit dem Slick schnell. Aber es war trotzdem sehr schwierig, denn man musste den Wechsel zum richtigen Zeitpunkt vollziehen", sagte Lorenzo. "Wenn man nur eine Runde zu spät wechselt, kann man das Rennen verlieren. Wir wechselten aber zum richtigen Zeitpunkt und deshalb haben wir wieder gewonnen."

Tatsächlich hätte Lorenzo den Boxenstopp wohl keine einzige Runde länger herauszögern dürfen, schließlich holte Marco Melandri mit riesigen Schritten auf. Der Hayate-Pilot war einer der ersten, die auf Slicks wechselten. So konnte sich aber Lorenzo in auch nach seinem Stopp auf Platz eins halten und gegen Ende des Rennens seinen Vorsprung auf Melandri sogar wieder ausbauen.

Verdienter Sieg

Lorenzos Team-Manager Daniele Romagnoli freute sich dementsprechend über den Sieg seines Schützlings: "Dies ist ein verdienter Sieg. Das Team während des Rennens einen sehr wichtigen Job erledigt, indem es eine großartige Strategie und den idealen Zeitpunkt zum Wechsel gefunden hat. Die Meisterschaft sieht es nun sehr auf aufregend aus."

Der heutige Sieg bedeutet für Lorenzo, dass er die WM-Führung von seinem Teamkollegen Rossi zurückerobern konnte. Rossi blieb als 16. ohne Punkte und liegt nun gleichauf mit Casey Stoner einen Punkt hinter Lorenzo.

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