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Große Enttäuschung: Ruben Xaus kam in beiden Rennen nur wenige Runden weit © BMW

Für BMW war Kyalami kaum eine Reise wert: Ruben Xaus scheidet früh aus, Steve Martin nutzt Südafrika als Testfahrt für das Team

Die sechste Runde zur diesjährigen Superbike-Weltmeisterschaft in Kyalami wird dem Team BMW Motorrad Motorsport in keiner sonderlich guten Erinnerung bleiben. Wenngleich das Wochenende viel versprechend begonnen hatte, blieben sowohl Ruben Xaus als auch Steve Martin Punkte in den beiden Rennen über 24 Runden versagt.

Ruben Xaus wurde zweimal von der Strecke gedrängt und kam insgesamt lediglich drei Runden weit. Steve Martin konnte beide Läufe zu Ende fahren und belegte die Plätze 22 und 18. Noriyuki Haga (Ducati) siegte in beiden Durchgängen, die unter besten Wetterbedingungen stattfanden.

"Da gibt es nicht viel zu sagen, wenn man lediglich drei Runden weit kommt", erklärte Xaus. "Das ganze Team und ich sind sehr enttäuscht, denn wir hatten heute das Potenzial, um gute Ergebnisse einfahren zu können. Ich bin doch ziemlich verärgert, denn ich weiß, dass ich dieses Wochenende einen guten Job gemacht habe, und da ist es nicht toll, überhaupt nichts zurück zu bekommen."

"Im ersten Lauf hat mich Smrz von der Strecke geschubst, und ich bin mir ziemlich sicher, dass er auch am Crash im zweiten Rennen mit beteiligt war. In diesem Lauf bin ich gerade in die letzte Kurve eingebogen, als das Motorrad auf einmal förmlich unter mir weg schoss. Ich kann nicht genau sagen, was passierte, doch jedenfalls war es der zweite Crash an diesem Tag und eine Schande obendrein, denn das Motorrad entwickelt sich voran, und ich bin mir sicher, dass heute zwei Top-10-Plätze drin gewesen wären."

Corser-Ersatzmann Steve Martin sagte: "Es war eine große Ehre für mich, dass ich dieses Wochenende die S 1000 RR fahren durfte. Ich habe mir natürlich keinerlei Illusionen darüber gemacht, hier auf dem Top Level der Superbike-Weltmeisterschaft fahren zu können, aber ich bin sehr dankbar, diese Chance erhalten zu haben."

"Meine Aufgabe an diesem Wochenende bestand nicht darin, ein Troy Corser zu sein, sondern Dinge auszuprobieren und Informationen darüber zu liefern, die das Team an einem Rennwochenende normalerweise nicht testen kann. Das Team hat mich an diesem Wochenende hundertprozentig unterstützt und mir ermöglicht, diese Erfahrung in vollen Zügen zu genießen. Mit den Ergebnissen bin ich freilich nicht zufrieden, dafür aber glücklich, zwei Läufe zur Superbike Weltmeisterschaft gefahren und dem Team geholfen zu haben."

"Das Trauerspiel begann im Grunde bereits in der Superpole, als wir das Potenzial hatten, in Startreihe zwei oder drei vorzufahren", so die Einschätzung von Rainer Bäumel. Der Team Manager von BMW Motorrad Motorsport weiter: "Wenn du das Rennen dann aus der vierten oder fünften Reihe aufnehmen musst, ist es immer schwierig, einen Weg durchs Feld zu finden und dabei nicht in ein Gerangel verwickelt zu werden."

"Eines unserer Ziele muss sein, dass wir uns besser qualifizieren und solche Probleme damit verhindern. Ich denke, wir sind jetzt alle etwas enttäuscht, denn Ruben hatte heute das Potenzial, Siebter, Achter oder Neunter zu werden. Steve hat uns viel Information und Feedback geliefert, und es war definitiv die richtige Entscheidung, ihn zu fragen, ob er an diesem Wochenende hier für uns fahren wolle. Positiv zu vermerken bleibt, dass wir einige gute Ideen und Richtungen gefunden haben, die wir im nächsten Rennen anwenden können."

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