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Honda-Werksfahrer Andrea Dovizioso beendete das Le-Mans-Rennen als Vierter © Repsol

Andrea Dovizioso sieht sich im teaminternen Duell gegen Dani Pedrosa im Nachteil: "Er ist richtig, richtig schnell!"

Honda-Neuzugang Andrea Dovizioso kommt dem Podium immer näher, aber musste sich die Jubelszenen der Besten auch in Le Mans von unten anschauen. Der Italiener war an seiner ersten Podestplatzierung nur knapp gescheitert. Auf den letzten Metern hatte er sich ausgerechnet seinem Teamkollegen Dani Pedrosa beugen müssen. "Es tut mir leid. Ich habe in der letzten Runde einen Fehler gemacht", gab der Italiener in 'Italia1 TV' zu.

"Ich habe alles versucht, extrem spät gebremst", beschrieb Dovizioso die entscheidende Szene, "aber er war innen und ich konnte mich nicht mehr wehren. Leider kam ich dabei von der Ideallinie ab und verlor an Boden." Die beiden HRC-Stars hatten sich in Frankreich einen herzerfrischenden Zweikampf geliefert. Bis kurz vor Schluss schien der Neuzugang die Situation beherrschen zu können, doch Pedrosa schlug gnadenlos zu.

"Es tut mir für meine Mannschaft leid", zeigte sich Dovizioso traurig. "Wir waren auf nasser Strecke extrem schnell, haben auch zur rechten Zeit die Maschine gewechselt. Vielleicht hätte ich ein paar Runden eher reinkommen können. Eigentlich lief alles bestens, doch leider bin ich wieder knapp am Podest vorbeigeschrammt."

Dass es ausgerechnet der Honda-Teamkollege sein musste, der den Italiener diesmal noch abfing, war erklärbar. "Ich habe ihn natürlich nicht freiwillig vorbeigelassen, er hat es sich erkämpft", so Dovizioso. "Hut ab vor ihm. Er ist gerade in den letzten vier oder fünf Runden richtig guten Speed gefahren. Auf diesem Level bin ich noch nicht. Ich gebe offen zu, dass er schneller ist. Ich kenne unser Paket. Was er damit leistet, verdient größten Respekt. Er hat Erfahrung und ist richtig, richtig schnell."

Dennoch gibt sich der ehemalige Scot-Honda-Mann nicht dauerhaft geschlagen. "Ich bin noch nicht dran, aber ich komme immer näher. Wir arbeiten daran." Für das Flag-to-Flag-Format mit Motorradtausch im Rennen gab es viel Lob. "Ich kannte das noch nicht, aber es hat Spaß gemacht. Zuerst auf Regenreifen zu fahren und dann auf Slicks zu wechseln ist eine gute Sache. Ich mag die Regeln. Allerdings kann man dabei auch schnell mal ein Rennen verlieren. Aber das liegt einzig und allein am Fahrer und am Team."

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