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Die Ducati-Hoffnungen ruhen in Mugello einmal mehr auf Casey Stoner © Bridgestone

Beim Heimrennen in Mugello will das Ducati-Team von Casey Stoner und Nicky Hayden den vielen Rossi-Fans ein Schnippchen schlagen

Mugello ist einer der Kurse, dessen technisches und schnelles Layout den allermeisten MotoGP-Assen so richtig gut gefällt. Die Start-/Zielgerade misst über einen Kilometer, und es gibt - im Gegensatz zu vielen Strecken moderner Bauart - keine engen Schikanen, die den Rhythmus unterbrechen. Auch für Casey Stoner und Nicky Hayden ist das nördlich von Florenz gelegene Mugello natürlich eine Reise wert.

Stoner hält in 1:50,003 Minuten offiziellen Rundenrekord und holte sich im Vorjahr Platz zwei. "Ich freue mich sehr auf Mugello", erklärte der Australier im Vorfeld. "Hier holte ich 2003 in der 125er-Klasse meine erste Pole Position und 2007 auch meine erste Pole für Ducati. 2008 belegte ich Platz zwei, aber seitdem haben wir eine Menge Fortschritte gemacht. Ich bin mir ganz sicher, dass wir auch dieses Mal ein Wörtchen im Kampf um den Sieg mitsprechen werden."

Ein Blick auf die MotoGP-Gesamtwertung unterstreicht, dass dieses auch nötig sein wird, denn Jorge Lorenzo, Valentino Rossi (beide Yamaha), Stoner und Dani Pedrosa (Honda) trennen nach vier Saisonrennen ganze neun Punkte. "Es wird ein hartes Rennen", prognostiziert das Ducati-Aushängeschild denn auch. "Das Wettbewerbslevel ist richtig hoch."

Keine Frage: Natürlich wird die breite Mugello-Masse hinter Lokalmatador Rossi stehen, aber auch 3.000 Ducatisti werden beim Heimrennen die Correntaio-Corner wieder in Ducati-Rot tauchen. "Die Fans sind sehr leidenschaftlich", weiß Stoner. "Auch wenn sie vielleicht hinter einem Fahrer mehr als hinter anderen stehen, kann man trotzdem gut erkennen, dass die Leidenschaft für den Sport als Erstes kommt."

Hayden setzt sich unter Druck

Für Stoners Teamkollegen Nicky Hayden wird es der erste Mugello-Auftritt in den Ducati-Fraben. Der US-Boy setzt sich im Vorfeld selber unter Druck: "Es ist mir eine Ehre und ein Privileg, nun ein Teil dieses Teams und dieser Tradition zu sein. Ich hoffe von ganzem Herzen, dass ich gut aussehen werde, denn die Fans verdienen es nicht, wenn eine Ducati hinten herumfährt."

Auch für Hayden ist die 5,245 Kilometer lange Strecke einer seiner Lieblingskurse. "Das Layout ist einfach unglaublich. Dieser GP ist einer der Besten in der ganzen Meisterschaft. Aber ich brauche ein paar gute Resultate. Nun habe ich ein paar Erfahrungen sammeln können. Es geht aufwärts und ich hoffe, am Freitag einen guten Schritt nach vorne machen zu können, um für das Wochenende darauf aufbauen zu können."

Ducati-Projektchef Livio Suppo sprach natürlich von einem "sehr speziellen Rennen. Die Atmosphäre ist einzigartig und wir besitzen hier tolle Erinnerungen. Es wird wie immer nicht einfach, aber ich glaube, dass wir gut aussehen werden. Ich hoffe nur, dass uns das Wetter keinen Streich spielen wird, wie schon so oft in diesem Jahr. Wir wollen uns für unser Heimrennen richtig gut vorbereiten."

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