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Ranseder und Hoyle müssen auf wichtige Haojue-Verbesserungen warten © Haojue

Für den Österreicher Michael Ranseder ist es der absolute negative Höhepunkt: Nach all den Rückschlägen kein Start in Italien

Als erste Maßnahme nach einem Gespräch zwischen Team-Manager Gerry Taylor und der Firmenleitung von Haojue Anfang vergangener Woche in China wurde beschlossen, dass man auf die Teilnahme am Grand Prix von Italien an diesem Wochenende verzichtet. Auch hinter einem Einsatz in Barcelona, zwei Wochen später, steht noch ein Fragezeichen. Vordergründig sei es in dieser Sitzung über den technischen Stand der Haojue 125 gegangen, weiß Michael Ranseder auf seiner Website zu berichten und schließt auch einen weiteren Einsatz mit der jetzigen 125er Rennmaschine aus.

"Die Situation ist nicht gerade erfreulich, nach gerade einmal einem Viertel der Saison schon wieder Zuschauer zu sein", sagte dazu der leidgeprüfte Haojue-Pilot und meinte ergänzend: "Aber bei Haojue sind die Bestrebungen konkurrenzfähiges Material auf die Beine zu stellen sehr ehrgeizig. Das wurde mir bestätigt und soweit ist das jedenfalls auch sehr ermutigend." Was genau im Detail jetzt der Plan für die nächste Zukunft ist, wurde Ranseder bislang noch nicht mitgeteilt. Fest steht aber, dass die GP-Neueinsteiger aus China spätestens in Assen Ende Juni wieder dabei sein wollen.

Ausgerechnet in Mugello nicht an den Start gehen zu können, ist für den 23 Jahre alten Oberösterreicher nur schwer zu verkraften. "Nach all den Rückschlägen in den letzten Wochen ist aber das auf den Mugello-Grand-Prix verzichten zu müssen der absolute negative Höhepunkt, gehört doch diese wunderschöne Rennstrecke inmitten der Toskana zu meinen absoluten Favoriten. Nicht nur das Autodromo Internazionale del Mugello selbst, sondern auch das ganze Drumherum macht diesen Grand Prix so einzigartig!"

"Letztendlich ist aber die Entscheidung des Teams zu akzeptieren, denn mit dem jetzigen Stand unseres Motorrades würde es keinen Sinn machen, weiterhin bei einem Grand Prix an den Start zu gehen", zeigte er sich im Nachsatz einsichtig. Als willkommene Ablenkung und Frustbewältigung hat er sich bereits ein Wochenendprogramm zusammen gestellt: "Um keinen Frust aufkommen zu lassen, an einem Rennwochenende erst gar nicht vor Ort zu sein, werde ich die Motocross-Staatsmeisterschaftsläufe in Schwanenstadt besuchen, wo ich sicher viele Bekannte aus meiner Offroad-Jugend treffe werde. Von denen hole ich mir ein paar Tipps und Ratschläge für mein MX-Training."

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