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Troy Corser steigt nach einer kurzen Pause wieder auf die BMW © BMW Motorrad

Troy Corser steigt bei der Superbike-WM in Salt Lake City wieder auf die BMW - Ruben Xaus will Enttäuschung von Kyalami abhaken

Die siebte Runde zur diesjährigen Superbike-Weltmeisterschaft findet im Miller Motorsport Park, unweit von Salt Lake City in den USA statt. Dort erhofft sich das Team BMW Motorrad Motorsport bessere Resultate als zuletzt im südafrikanischen Kyalami. Die Superbike-Weltmeisterschaft gastiert zum zweiten Mal auf dem 4,907 Kilometer langen Kurs im US-Bundesstaat Utah. Es ist das letzte Überseerennen vor den mit Rennterminen in Europa gespickten Monaten Juni und Juli.

Nachdem Troy Corser für die Rennen in Kyalami aussetzte, brennt der Fahrer des Teams BMW Motorrad Motorsport nun darauf, auf der Strecke, wo er im vergangenen Jahr im ersten Lauf Zweiter wurde, wieder in Aktion zu treten. "Kyalami auszulassen, hat meiner verletzten Hand gut getan, und auch wenn ich nur ungern Rennen versäume, so war es doch die richtige Entscheidung, denn Kyalami ist in körperlicher Hinsicht sehr anspruchsvoll", sagte Corser.

"Es wird noch etwas dauern, bis die Hand wieder völlig in Ordnung ist, aber wenigstens ist Miller keine so kräftezehrende Strecke. Das bedeutet jedoch nicht, dass Miller besonders einfach zu fahren ist, sondern lediglich nicht ganz so schwierig wie manche anderen", fuhr Corser fort. In Miller hat BMW wieder das Problem, über kein Datenmaterial aus dem Vorjahr zu verfügen. "Dieser Nachteil begleitet uns fast immer in dieser Saison, und so gilt es, ein gutes Setup fürs Rennen sowie eines für die Superpole zu erarbeiten und schließlich bessere Startplätze herauszufahren. Bisher mussten wir uns aufgrund unserer hinteren Startplätze in den Anfangsphasen der Rennen immer besonders verausgaben, und so wäre es interessant (und zur Abwechslung auch nett) zu sehen, was geschieht, wenn wir mal aus Reihe zwei starten können", erklärte er.

Teamkollege Xaus bezeichnete Kyalami als "extrem enttäuschend": "Denn wir hatten alle das Gefühl, dass wir dort gute Ergebnisse würden erzielen können. Dann einmal außer Gefecht gesetzt zu werden, ist übel, doch gleich zweimal, ist völlig unfassbar." Doch das müsse man jetzt abhaken und sich ganz auf die USA konzentrieren: "Die Rennstrecke von Miller ist völlig anders als Kyalami und besitzt kaum Höhenunterschiede. Die Strecke ist ziemlich flach, besitzt große Auslaufzonen und ist damit sehr sicher."

Zwar sind sowohl Corser als auch Xaus im vergangenen Jahr in Miller gefahren, doch nun treten beide mit einem komplett neuen Motorrad an: "Wir beginnen das Rennwochenende damit faktisch bei Null", so Xaus. "Einmal mehr haben wir auch von dieser Strecke kein Datenmaterial für unser Motorrad und müssen uns daher auf schnellstem Wege ein gutes Setup erarbeiten. Wenn uns das gelingt, wir dann noch eine gute Superpole fahren und einen Platz in der dritten oder vielleicht sogar zweiten Startreihe schaffen, haben wir eine gute Ausgangsbasis für die beiden Rennen."

"Wieder einmal liegen eine neue Strecke und jede Menge Arbeit vor uns -wie üblich", ergänzte Berti Hauser, der Leiter BMW Motorrad Motorsport. "Wir sind froh, Troy wieder an Bord zu haben und hoffen, dass er und Ruben unsere Fortschritte weiter vorantreiben werden. Kyalami war ein Wochenende zum Vergessen, zumindest was die Ergebnisse angeht, doch wenigstens konnten Ruben und Steve Martin viel Information und Feedback liefern, was uns bei der Entwicklung weitergeholfen hat."

"Im Moment spiegeln unsere Ergebnisse diese Entwicklung gerade in der Superpole leider nicht wider, und daran müssen wir weiterhin hart arbeiten", erklärte Hauser weiter. "Wir waren bereits drauf und dran, es in die zweite oder dritte Startreihe zu schaffen, und wenn uns das schließlich gelingt, fallen mit Sicherheit auch die Ergebnisse besser aus."

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