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Lokalmatador Ben Spies ist der Mann, den es in Utah zu schlagen gilt © Yamaha

An diesem Wochenende gastiert die Superbike-Weltmeisterschaft zum zweiten Mal in der Nähe von Salt Lake City - Heimlauf von Yamaha-Star Ben Spies

Von Europa nach Südafrika weiter in die USA: Die Superbike-Weltmeisterschaft setzt ihre Weltreise an diesem Wochenende mit Saisonrunde sieben im Miller Motorsports Park in der Nähe von Salt Lake City in Utah fort. Die Superbike-WM gastiert zum zweiten Mal auf der Strecke, die erst 2006 eröffnet wurde. Der Kurs gilt als einer der besten in Nordamerika.

Das Besondere am Miller Motorsports Park ist, dass er verschiedene Konfigurationen hat und dass dort sowohl Auto-, Motorrad- als auch Kartrennen ausgetragen werden können. Die Superbikes fahren an diesem Wochenende auf der 4,907 Kilometer langen Variante, die insgesamt 15 Kurven hat. Die Strecke ist relativ flach, sie hat aber mehrere Schlüsselstellen, bei denen fahrerisches Können gefragt ist. Im vergangenen Jahr dominierte Ten-Kate-Honda-Pilot Carlos Checa, der die Pole, die schnellste Runde und den Doppelsieg holen konnte.

In diesem Jahr gilt Yamaha-Star Ben Spies als Favorit. Der Lokalmatador dominierte im vergangenen Jahr in Miller das Rennen in der AMA. Wenn der US-Boy von technischen Problemen und Unfällen verschont bleibt, ist er auf seiner Heimstrecke der Mann, den es zu schlagen gilt.

Die Ducati-Piloten wollen das natürlich verhindern. Vor zwei Wochen in Kyalami stellten Noriyuki Haga und Michel Fabrizio alle anderen in den Schatten und holten in beiden Rennen den Doppelsieg. Damit konnte Haga seine WM-Führung auf 85 Punkte Vorsprung ausbauen, Fabrizio verdrängte Spies von Rang zwei. Im vergangenen Jahr musste Haga in Miller mit einem gebrochenen Schlüsselbein antreten: Mit zusammengebissenen Zähnen fuhr er im zweiten Rennen auf Rang sechs. Fabrizio stand 2008 in Utah zweimal auf dem Podium.

Auch bei den Honda-Teams hofft man, an die USA-Erfolge des Vorjahres anknüpfen zu können. Stiggy-Pilot Leon Haslam hat in dieser Saison bereits starke Leistungen gezeigt. Da sein Teamkollege John Hopkins weiter verletzt fehlt, wird erneut Jake Zemke die zweite Stiggy-Honda fahren. Bei Ten-Kate-Honda will Carlos Checa nach durchwachsenem Saisonstart am Ort seines Vorjahrestriumphs wieder durchstarten. Hoch motiviert ist auch sein Teamkollege Jonathan Rea, der zuletzt in Südafrika aufs Podium fahren konnte.

Bei Suzuki befindet sich Alstare-Star Max Neukirchner weiter auf Rehabilitation. Der Sachse, der im zweiten Rennen in Utah 2008 Platz zwei belegte, wird erneut von Fonsi Nieto vertreten. Der Spanier kennt den Kurs bei Salt Lake City und hat sich inzwischen auch an die 2009er-Maschine gewöhnt. Wie Alstare-Stammpilot Yukio Kagayama peilt Nieto die Top 10 an.

Die beiden Newcomer Aprilia und BMW, die im vergangenen Jahr nicht in der Superbike-WM gefahren sind, betreten in Utah völliges Neuland. Das gilt allerdings nicht für ihre Piloten. Sowohl Aprilia-Mann Max Biaggi als auch die beiden BMW Fahrer Troy Corser und Ruben Xaus kennen die Strecke bereits. Bei Aprilia bestätigte Shinya Nakano in Südafrika bereits den Aufwärtstrend, vielleicht gelingt den Italienern eine Überraschung. Bei BMW hat man sich vorgenommen, vor allem im Qualifying besser zu werden, um für die Rennen eine bessere Ausgangslage zu haben.

In Miller gibt übrigens auch Lorenzo Lanzi sein Comeback in der Superbike-WM. Der Italiener, der sich für diese Saison keinen festen Vertrag sichern konnte, vertritt bei DFX Ducati den verletzten Regis Laconi. Ein weiterer Ersatzmann ist Lokalmatador Jamie Hacking, der die Kawasaki des verletzten Makato Tamada fahren wird.

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