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Ben Spies hat sich vorgenommen, in Utah den ganz großen Wurf zu machen © Yamaha

Zum ersten Mal fährt Ben Spies in der Superbike-WM auf vertrautem Terrain - Nach Erfolgen in der AMA will er auch in der WM in Miller auftrumpfen

Die meisten Piloten der Superbike-Weltmeisterschaft kommen an diesem Wochenende erst zum zweiten Mal in den Miller Motorsports Park bei Salt Lake City im US-Bundesstaat Utah. Doch Yamaha-Star Ben Spies findet endlich vertrautes Terrain vor. Der US-Rookie, der jede Strecke der WM erst einmal kennenlernen muss, ist in Miller im Rahmen der AMA schon sechs Rennen gefahren - davon hat er fünf gewonnen. Spies und sein Renningenieur Tom Houseworth kennen die Strecke also bestens.

Entsprechend unbescheiden sind die Ziele, die sich Spies und seine Crew gesteckt haben. Der US-Boy will eine weitere Superpole und natürlich zwei weitere Siege auf sein Konto holen. "Es ist klasse, wieder in den USA zu sein", sagte der Lokalmatador. "Es ist das erste Mal in diesem Jahr, dass ich nach Hause komme, deshalb war das alles ein bisschen verrückt."

"Nach den Höhen und Tiefen, die ich in Kyalami erlebt habe, bin ich glücklich, zu Hause zu sein und ich freue mich auf Miller", fuhr Spies fort. "Es ist eine tolle Strecke und eine, die ich gut kenne. Es ist etwas ganz anderes, wenn man mit guten Streckenkenntnissen in ein Rennwochenende geht. Es ist das erste Mal in diesem Jahr, dass ich auf eine Strecke komme, auf der ich schon gefahren bin - und das erste Mal vor meinem heimischen Publikum. Das Team und ich arbeiten intensiv am Setup. Ich hoffe, dass ich hier für die US-Fans die Siege einfahren kann."

Auch Renningenieur Houseworth hat endlich eine andere Arbeitsgrundlage: "Ben und ich haben in Sachen Miller schon einige Erfahrung", sagte er. "Der Kurs ist schnell und flüssig, hat ein paar enge Kurven und eine sehr lange Gerade. Das einzige, was ähnlich ist wie in Kyalami, ist die Höhe, die ein bisschen die Motorleistung reduziert. Beim Setup werden wir einen Kompromiss suchen zwischen einer guten Kurveneinfahrtsgeschwindigkeit und maximalem Grip. Stabile, aber schnelle Richtungswechsel sind im schnellen ersten Sektor wichtig."

Wenn man gut durch den ersten Sektor kommt, dann sollte auch der Rest der Runde passen, erklärte Houseworth. Und weiter: "Die Maschinen werden nur ein bisschen anders abgestimmt sein als in Kyalami. Bei Bike 1 werden wir unsere Standard-Basisabstimmung anwenden, bei Bike 2 werden wir versuchen, etwas mehr Grip zu bekommen. Sobald das Setup weitgehend steht, machen wir uns an die Feinabstimmung."

Besonders wichtig in Miller sei der Start, berichtete der Renningenieur aus seiner Erfahrung: "Wenn die Lichter ausgehen, wartet eine sehr lange Gerade. Wir werden also während des Trainings viele Starts üben und hoffen, dass alle Einstellungen so passen, dass wir bei der Einfahrt in Kurve eins nah an der Spitze sind. Es ist jedoch ein langes Rennen, damit hat man Zeit, sich nach vorn zu arbeiten, wenn der Start nicht so gut war."

Vorn mitfahren will auch Spies' Yamaha-Teamkollege Tom Sykes. In Kyalami lief es für ihn nicht ganz nach Plan. Sykes wollte sich eigentlich auf Gesamtrang vier verbessern, liegt aber immer noch auf Position sieben. In den USA will er zwei gute Ergebnisse holen, auf die er dann im restlichen Saisonverlauf aufbauen kann.

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