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Hat sich von Valentino Rossi ein paar Tricks abgeguckt: Colin Edwards © Yamaha

Colin Edwards fuhr in Mugello ein starkes Qualifying, wurde aber kurz vor Schluss auf den sechsten Platz durchgereicht - James Toseland nur auf Rang 14

Während der ersten Hälfte der heutigen Qualifying-Session dominierten gleich drei Yamaha-Piloten das Geschehen. Neben den beiden Werks-Fahrern Jorge Lorenzo und Valentino Rossi hielt sich nämlich auch Colin Edwards vom Tech-3-Team ganz vorne im Zeitentableau - und dabei handelte es sich keineswegs um einen Zufall.

"Ich gehe nie auf die Strecke, nur um hinter jemandem herzufahren. Aber zu Beginn des Trainings war Valentino direkt vor mir und er hatte kein Problem damit, dass ich ihm folgte", gab Edwards nach dem Qualifying zu Protokoll. "Da er der große Mugello-Experte ist, bin ich hinter ihm geblieben, um zu sehen, ob ich mir etwas von ihm abschauen kann."

Offenbar war die Fahrt an Rossis Hinterreifen eine lehrreiche Erfahrung für den Texaner, der anschließend zugab, ein paar Tricks aufgeschnappt zu haben. "In ein paar Ecken, wie zum Beispiel in den Schikanen, trifft er die Scheitelpunkt der ersten Kurve später, um danach besser aus der zweiten herauszukommen. Ich bin da eher durchgefegt, ohne dabei eine gute Linie zu haben. Insofern hat mir das etwas geholfen."

Trotzdem reichte es für Edwards am Ende nicht zu einem Platz in der ersten Startreihe, denn während dem Amerikaner seine beste Rundenzeit 13 Minuten vor Ende des Trainings gelang, konnte er kurz vor Ende der Session nicht mehr zulegen. Aber Edwards ist sich sicher, dass er im Rennen wieder näher an die Spitze heranrücken kann: "Meine Longruns waren ziemlich konstant und ich bin mir sicher, dass ich 1:49er-Zeiten im Rennen fahren kann."

Toseland mit Abstimmunsproblemen

Edwards' Teamkollege James Toseland ist im Qualifying dagegen nicht besonders viel gelungen. Mit einer Zeit von 1:50.537 ist er fast eine Sekunde langsamer als Edwards und geht nur vom 14. Platz aus ins Rennen. Entsprechend sauer war Toseland anschließend: "Ich bin ziemlich frustriert, denn ich weiß, dass ich viel weiter vorne stehen sollte."

"Wir haben das ganze Wochenende über an der Aufhängung herumgedoktert und waren auch auf einem guten Weg, aber als ich auf dem weicheren Reifen zulegen wollte, hat die Einstellung des hinteren Dämpfers nicht mehr ganz gepasst", so Toseland. "Wir haben während der Session noch ein paar Änderungen vorgenommen, ohne große Fortschritte. Erst ganz am Ende, auf meinem letzten weicheren Reifensatz, haben wie eine Verbesserung gefunden, aber dann war es zu spät. Hätten wir diese Richtung schon früher eingeschlagen, hätte ich mehr Zeit gehabt meine Pace zu finden."

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