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Trotz einer Handverletzung konnte Bradl Savadori und Gadea hinter sich halten © Kiefer

Stefan Bradl kämpfte sich trotz einer schmerzhaften Handverletzung von Startplatz 19 aus nach vorne und wurde am Ende mit dem achten Rang belohnt

Nach seinem Sturz im ersten Freien Training schien bei Stefan Bradl an diesem Wochenende nicht mehr viel klappen zu wollen. Von der am Freitag erlittenen Handverletzung behindert, sprang im Qualifying auch nur der 19. Startplatz für den Kiefer-Piloten heraus. Doch am Rennsonntag machte Bradl das Beste aus seiner Situation und kam letztlich auf einem tollen achten Rang ins Ziel.

Um die 20 Runden auf dem 5,245 Kilometer langen Autodromo Internazionale del Mugello möglichst gut überstehen zu können, schonte sich Bradl im Warm-Up am Sonntagmorgen, in dem er 20. wurde, so gut es ging. Diese Taktik ging offenbar voll auf, denn im Rennen am späten Vormittag erwischte Bradl einen sehr guten Start und kam aus der ersten Runde bereits als Elfter zurück.

"Mein Start war okay und ich konnte dann am Anfang auch ganz gut mithalten", sagte Bradl nach dem Rennen. Allerdings gelang ihm nicht der Anschluss an die Führungsgruppe, in der sich die Rangfolge aufgrund der vielen Windschattenduelle ständig änderte. Gegen Rennmitte musste Bradl schließlich einsehen, dass er das Tempo der Spitze nicht mitgehen konnte.

"Ich musste immer wieder mit der Gashand umgreifen, sonst hätte ich das Rennen nicht überstanden. Daher hatte ich kein Gefühl beim Bremsen und die Bewegung war auch nicht so flüssig wie sonst", erklärte Bradl anschließend. "Mitte des Rennes habe ich mich entschieden, die Hand zu schonen und meine Position nach hinten so gut wie möglich abzusichern."

Savadori ausgetrickst

Dabei ging es für den Kiefer-Racing-Fahrer vor allem darum, sich Lorenzo Savadori vom Leib zu halten, der auf Rang zehn liegend direkt hinter Bradl lag. "In der letzten Runde habe dann den Savadori noch etwas ausgetrickst und ließ ihn überholen, damit ich ihn in den letzten Kurven schnappen und meine Position sicher ins Ziel bringen konnte", so Bradl.

Dieses Manöver ging aus Bradls Sicht voll auf, zudem profitierten sowohl er als auch Savadori vom Sturz Sandro Corteses, der im Kampf um Platz sechs in der letzten Kurve stürzte. Bradl konnte somit an Cortese, der sich wieder aufrappelte und als Zehnter die Ziellinie überquerte, vorbeiziehen und sich am Ende über den achten Platz und acht WM-Punkte freuen.

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