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Toseland rollte das Feld nach dem Motorradwechsel von hinten auf © Honda

Ein früher Motorradwechsel ermöglichte James Toseland das beste Resultat der Saison, dennoch hatte er gegen Colin Edwards das Nachsehen

Im Formationsflug nährten sich die Tech-3-Yamahas beim heutigen Grand Prix von Italien in Mugello dem Ziel. Was so friedlich aussah, war natürlich alles andere als ein gemeinsames Händchenhalten über den Zielstrich, denn Colin Edwards und James Toseland verstehen sich bekanntlich nicht besonders.

Deshalb wird sich der Brite Toseland innerlich auch enorm geärgert haben, obwohl er in Mugello sein bestes Saisonergebnis erzielen konnte. Aus seinem offiziellen Statement hört man das natürlich nicht heraus: "Ich bin sehr glücklich mit diesem Resultat, denn ich denke, ich sollte normalerweise immer um die ersten sechs Plätze mitfahren."

Dabei half Toseland ein kleiner Poker: "Ich habe nicht geplant, so früh (als Erster in der vierten Runde; Anm. d. Red.) an die Box zu kommen, um mir das Motorrad für trockene Bedingungen abzuholen, aber ich hatte keine andere Wahl", erklärte er die Tatsache, dass die ersten Runden auf der Tech-3-Yamaha einem Tanz auf der Rasierklinge glichen.

"Für ein paar Runden war James der schnellste Fahrer auf der Strecke", erklärte Teamchef Hervé Poncharal. Toseland war der erste Fahrer, der sein Arbeitsgerät ausgetauscht hat. Von Platz 17 schnitt er durch das Feld wie ein Messer durch warme Butter. Als die Konkurrenten die Zeiten von Toseland sahen, zogen sie nach.

Der Konkurrent im eigenen Team, der 35-jährige Oldie Edwards, zog jedoch am Ende des Rennens an Toseland vorbei. Ein Zustand, der inzwischen zur Normalität geworden ist, denn lediglich in Japan war Edwards schlechter als der Konkurrent im eigenen Stall.

Edwards haderte vor allem mit dem Rennbeginn: "Ich hatte kein Vertrauen in die Front", erklärte der Texaner. "Ich hätte wahrscheinlich ein paar Runden früher reinkommen müssen, um mir das trockene Bike abzuholen. Ich muss mein Bike unbedingt besser für nasse Bedingungen abstimmen."

Trotz dieses Defizits gelang es Edwards erneut, ein sehr gutes Resultat einzufahren. Er steht in der Gesamtwertung nur zwölf Punkte hinter dem viertplatzierten Dani Pedrosa.

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