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Nach insgesamt sieben Führungsrunden wurde Andrea Dovizioso schließlich Vierter © Honda

Während Andrea Dovizioso lange Zeit um den Sieg mitkämpfen konnte, schied Daniel Pedrosa nach einem weiteren Sturz aus

Andrea Dovizioso lieferte seinen Fans bei seinem Heim-Grand-Prix in Mugello eine tolle Show und beendete das Rennen schließlich auf Platz vier, nur 0,053 Sekunden hinter Landsmann Valentino Rossi. Der Repsol-Honda-Pilot erwischte bei feuchten Bedingungen einen tollen Start in das Rennen, als er sich in den ersten Runden auf Platz zwei festsetzen konnte.

In Runde vier übernahm Dovizioso sogar die Führung, die er aber in der Folge an Marco Melandi verlor. In der neunten Runde war der Mann mit die Startnummer vier schließlich der erste Fahrer aus dem Führungstrio, der in die Box kam und auf seine mit Slicks bereifte Ersatzmaschine zu wechseln. Dieser frühe Wechsel schien sich für den Italiener in Honda-Diensten auszuzahlen, denn auf Slicks war er sofort schneller und konnte sich - nachdem alle Konkurrenten ihren Boxenstopp absolviert hatten - wieder an die Spitze des Feldes setzen.

"Das Gefühl das Rennen vor meinem Heimpublikum das Rennen anzuführen war unglaublich", jubelte Dovizioso anschließend. Doch nach insgesamt sieben Führungsrunden war es mit diesem schönen Gefühl für den Italiener vorbei, Casey Stoner auf die Dauer nicht aufzuhalten. Am Ende sprang für Dovizioso der vierte Platz heraus, ganz knapp hinter Rossi. "Unterm Strich hatten wir heute ein gutes Rennen, ich bin zufrieden."

Dass er am Ende nicht aufs Siegerpodest fahren konnte, wurmt Dovizioso allerdings doch ein wenig. "Drei Runden vor Schluss wollte ich noch an den anderen dranbleiben. Und als Rossi mich überholte, schaffte ich es bei ihm zu bleiben. Auf der Zielgeraden wollte ich dann seinen Windschatten nutzen, aber ich habe es nicht geschafft", so Dovizioso.

Pedrosa musste fitgespritzt werden

Teamkollege Daniel Pedrosa erlebte im Gegensatz zu Dovizioso ein katastrophales Wochenende. Der Spanier war am Samstag schwer gestürzt und verletzte sich am rechten Bein. "Nach dem Problem mit dem Bein, bekam ich heute morgen fürs Warm-Up eine schmerzstillende Spritze. Dadurch konnte ich wieder fahren. Aber um ehrlich zu sein, hatte ich immernoch Schmerzen und konnte nicht voll fahren", gestand Pedrosa.

"Trotzdem möchte ich Doktor Costa und seinen Assistenten für ihre Hilfe danken. Nur dadurch konnte ich heute überhaupt in der Startaufstellung stehen. Vor dem Rennen wurde ich nochmal gespritzt." Doch die wechselhaften Bedingungen und der notwendige Boxenstopp machten Pedrosa zusätzlich zu schaffen. "Es war schwer für mich, einen guten Rhythmus zu finden und der Motorradwechsel fiel mir wegen dem Bein auch nicht leicht."

Weitere Untersuchungen erfolgen nächste Woche

Dabei fing das Rennen für den Spanier so gut an. Vom achten Startplatz aus katapultierte er sich bis auf Position eins vor der ersten Kurve. Doch in der Folge fiel Pedrosa immer weiter zurück und drei Runden nach dem Boxenstopp kam dann das Aus. "Es ist schwer, jetzt irgendwas Positives zu sagen. Ich bin froh, dass ich mich bei meinem Sturz nicht noch zusätzlich verletzt habe, das ist immerhin etwas."

"Sobald ich zuhause bin, lasse ich mich von meinen Ärzten durchchecken. Und dann ruhe ich mich etwas aus, denn ich bin jetzt wirklich müde." Trotzdem flammte noch etwas Kampfgeist in Pedrosa auf, als er abschließend sagte: "Trotz dieses Rückschlags werden wir weiterarbeiten. Als nächstes steht mein Heim-Grand-Prix an und ich hoffe, dass ich dort hinfahren und um den Sieg kämpfen kann."

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