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Casey Stoner bescherte Ducati den ersten Mugello-Sieg der MotoGP-Geschichte © Bridgestone

Nach dem Sieg in Misano 2007 schenkte Casey Stoner am Pfingstsonntag Ducati den ersten Heimsieg in Mugello - Nicky Hayden wieder nicht in den Top 10

Dieser Sieg hatte Ducati noch gefehlt. Nach dem Heimsieg in Misano und dem WM-Titel durch Casey Stoner 2007, gelang den Italienern 2009 endlich der langersehnte Sieg in Mugello - also exakt auf der Strecke, auf der die Desmosedici im Laufe der Jahre bereits tausende Testkilometer abgespult hat. Der Sieg bedeutete zugleich, dass Valentino Rossis jahrelange Mugello-Dominanz endlich durchbrochen wurde.

"Dies ist defintiv ein besonderer Sieg für uns", jubelte Ducati-Boss Claudio Domenicali nach dem Rennen. "Mugello ist unsere Heimstrecke. Hier zu gewinnen, vor so vielen leidenschaftlichen italienischen Fans, Fabrikarbeitern und Sponsoren, mit der Ducati-Tribüne voller als jemals zuvor, ist ein großartiges Gefühl und erfüllt uns mit Stolz."

Casey Stoner ging es nach dem Rennen ganz ähnlich. "Ich habe bereits in Italien gewonnen, in Misano 2007, und das war toll für Ducati. Aber dieser Sieg war es, den ich wirklich wollte." Doch bis zu diesem Erfolg war es ein langer Weg. "Wir hatten zwar Schwierigkeiten ein gutes Setup zu finden, aber heute war einfach unser Tag."

Im ersten Teil des Rennens, als alle Fahrer noch auf Regenreifen unterwegs waren, konnte Stoner zwar gut mit der Spitze mithalten, aber nach ein paar Runden bauten die Reifen des Australiers stark ab. "Ich habe aber weiter versucht ans Limit zu gehen, denn ich wollte auf die anderen keinen Boden verlieren, wie zuletzt in Le Mans. Also bin ich so lange draußen geblieben, bis ich absolut sicher war, dass der richtige Zeitpunkt zum Reifenwechsel gekommen war."

Stoner meisterte Reifen- und Kupplungsprobleme

Diese Herangehensweise sollte sich für Stoner auszahlen, denn nach dem Boxenstopp konnte er sofort das Tempo bestimmen. "Als ich auf Slicks draußen war, fühlte ich mich sofort wohl und konkurrenzfähig." Doch ein Problem mit der Kupplung hätte Stoners Sieg fast noch verhindert. "Irgendwann dachte ich schon, dass es für mich vorbei sei, aber zum Glück habe ich einen Weg gefunden und konnte um das Problem herumfahren."

Stoners Teamkollege blieb dagegen ein weiteres Mal blass und kam als Zwöfter erneut außerhalb der Top 10 ins Ziel. "Ich bin zwar nicht gut vom Start weggekommen, aber immerhin konnte ich recht schnell ein paar Jungs überholen", so Stoner. "Mein Team hat einen tollen Job gemacht und das Setup an meinem zweiten Motorrad so verändert, dass ich als einer der ersten wechseln konnte. Dadurch konnte ich noch mehr Boden gutmachen und war schon Neunter."

Hayden litt unter Bremsproblemen

Gegen Rennende wurde der Ex-Champion allerdings von einem Bremsproblem wieder zurückgeworfen, das er selbst verursacht hatte. "Die Hinterradbremse war am Ende und dadurch verlor ich drei Plätze. Ich hatte sie zu stark benutzt, um das Hinterrad am Durchdrehen zu hindern. Das hat mich letztlich einiges gekostet."

Immerhin konnte ein andere Ducati-Fahrer, nämlich Niccolò Canepa von Pramac-Team, von Haydens Missgeschick profitieren und fuhr am Ende als Neunter ins Ziel. Grund genug für Domenicali den Italiener in sein Lob für Ducati miteinzubeziehen: "Ein weiterer Grund zur Freude ist Niccolò, der heute sein bisher bestes Rennen in dieser Saison gefahren ist."

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