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In Salt Lake City stand Carlos Checa endlich erstmals 2009 auf dem Podium © Honda

Die USA scheinen für Carlos Checa ein gutes Terrain zu sein, weshalb er einen Wechsel in die AMA-Superbike-Meisterschaft nicht ausschließt

Trotz seines ersten Podestplatzes am vergangenen Wochenende in Salt Lake City liegt Carlos Checa weiterhin nur an neunter Stelle der Superbike-Weltmeisterschaft. Der ehemalige MotoGP-Star, der eigentlich an andere Ergebnisse gewöhnt ist, ist damit klarerweise nicht zufrieden. Also zieht er nun anscheinend einen Wechsel in Betracht.

Grundsätzlich könnte er sich vorstellen, den entgegengesetzten Weg zu Ben Spies zu gehen und von der Superbike-WM nach Nordamerika in die AMA-Superbike-Meisterschaft zu wechseln. Zumindest scheinen die USA ein gutes Terrain für ihn zu sein: 2008 gewann er in Salt Lake City beide Rennen, dieses Jahr gelang ihm in Lauf eins immerhin sein erster Podestplatz. Auch in Lauf zwei im Miller Motorsports Park hätte er wohl den Sprung auf das Podium geschafft, wäre er nicht gestürzt.

"Vielleicht sollte ich hier bleiben", grinste Checa am Wochenende und fügte mit ernsthafterer Miene an: "Ich mag Amerika. Ein Jahr hier wäre kein Problem. Laguna Seca ist meine Lieblingsstrecke und Miller mag ich auch, aber ich höre, dass die restlichen Strecken ziemlich gefährlich sind. Aber das könnte eine Option für die Zukunft sein. Es wäre ein einfacheres Leben, durch das ich mehr Freude am Rennfahren haben würde. Ich kann mir das vorstellen."

Oder anders ausgedrückt: Es hat durchaus seinen Reiz, für eine wahrscheinlich recht ansehnliche Gage die Karriere auf konkurrenzfähigem Material ausklingen zu lassen. Denn darauf, sich unter dem enormen Druck der Superbike-WM für zehnte Plätze abzurackern, hat Checa keine Lust mehr: "Das ist nicht der Grund, weshalb ich hier bin." Gleichzeitig betonte er aber, dass er dem Ten-Kate-Team durchaus zutraut, die Situation bald in den Griff zu bekommen.

Das Problem war bisher die brachiale Kraftentfaltung der Honda: "Wir haben einfach nie unseren Rhythmus gefunden", analysierte der Routinier seinen verpatzten Saisonauftakt. "Wir dachten vor Saisonbeginn, dass wir um den WM-Titel mitfahren können, aber wir waren von Anfang an nicht auf dem dafür notwendigen Niveau. Ducati und Yamaha waren einfach zu weit weg von uns. Das hat uns verunsichert, weil wir etwas gesucht haben, was nicht da war..."

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