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Loris Capirossi fühlt sich im Fahrerlager nach wie vor sehr wohl © Suzuki

Suzuki-Star Loris Capirossi ist auch in seiner 20. Saison in der Motorrad-Weltmeisterschaft entschlossen: "Unsere Chancen werden kommen"

Als Loris Capirossi im zarten Alter von 16 Jahren vor zwei Jahrzehnten die Grand-Prix-Bühne betrat, stand er erst einmal im Schatten eines berühmten Landsmannes. Bei Pileri-Honda musste er sich gegen Fausto Gresini wehren und schafft dies mit Bravour. Bereits bei seinem dritten Einsatz in der 125er-Klasse fuhr Capirossi in Misano auf das Podest. Es folgte wenig später in Donington der erste Sieg.

"Ich möchte am liebsten auf 200 Podestplätze kommen", sagte Capirossi 20 Jahre nach seinem Debüt im Grand-Prix-Zirkus. 99 Podestränge stehen bis jetzt in seiner sportlichen Vita. Der dreifache Weltmeister in Diensten von Suzuki hat nichts von seiner großen Leidenschaft für den Zweiradsport eingebüßt. "Der Adrenalinpegel beim Start ist immer noch unverändert hoch. Das ändert sich auch nach vielen Jahren nicht."

"Meine Familie ist sehr wichtig", beschrieb der Italiener. "Mein Vater und meine Mutter haben mir zu Beginn meiner Karriere sehr geholfen. Der Motorradsport ist extrem teuer und ich komme aus ganz normalen Verhältnissen. Mein Vater ist bei jedem Rennen dabei. Es ist mir wichtig, mit ihm harmonisch zusammen zu sein. Außerdem bin ich mittlerweile verheiratet und habe ein Kind. Man braucht die Familie, um einfach klar im Kopf zu sein. Wenn man mal abschalten muss, ist das im Rahmen der Familie viel einfacher."

"Ich gehe jedes Rennen mit dem gleichen Ziel an: Ich will gewinnen", machte der 29-fache Grand-Prix-Sieger klar. Er setze sich immer und überall höchste Ziele: "Das ist wichtig, denn im Kampf an der Spitze und um den Sieg macht es erst so richtig Spaß. Natürlich hat man nicht immer die Gelegenheit dazu, aber ich kann mir vorstellen, dass wir in diesem Jahr noch unsere Chancen bekommen werden. Dann will ich diese Chancen auch nutzen."

Im Qualifying und in den Trainings zeigte Capirossi auch 2009 schon viele gute Leistungen, einzig in den Rennen konnte er bislang keine große Ernte einfahren. "Als Fahrer ist er ein Kämpfer, wie in kleiner Terrier. Er beißt sich fest und lässt nicht mehr los", charakterisierte Chris Vermeulen seinen Teamkollegen. "Er kämpft immer bis zur allerletzten Kurve. Dabei bringt er aber niemals andere in Gefahr, er schießt keine Leute ab. So macht das richtig Spaß."

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