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Bei Alstare hat man die Saison 2009 abgehakt und konzentriert sich auf 2010 © Alstare

Nachdem mit Max Neukirchner der Nummer-1-Fahrer ausfällt, will man bei Alstare keine Zeit mehr für 2009 "verschwenden", sondern schon für 2010 entwickeln

Nach einer schwierigen ersten Saisonhälfte hat man bei Alstare-Suzuki das Jahr 2009 nun weitgehend abgehakt und will sich ganz auf die Entwicklung für 2010 konzentrieren. Das Team war mit einer völlig neuen Maschine in die Superbike-Saison gestartet und der Auftakt gelang auch. Im ersten Rennen auf Phillip Island standen sowohl Max Neukirchner als auch sein neuer Teamkollege Yukio Kagayama auf dem Podium.

Doch danach konnte die Mannschaft nicht mehr ganz mit Ducati und Yamaha mithalten, den Titelkampf machen derzeit andere unter sich aus. Und es kam noch dicker für Alstare-Suzuki: Nach seinem schweren Sturz in Monza muss Neukirchner eine Zwangspause von unbestimmer Länge einlegen, der schwer verletzte Sachse muss damit alle Titelhoffnungen begraben. Und Teamkollege Kagayama brach sich bei einem Sturz beim letzten Rennwochenende im Miller Motorsports Park den Knöchel.

Neukirchner und Kagayama liegen derzeit auf den Plätzen zwölf und 13 der Fahrerwertung, das Team ist Fünfter. Deshalb will man jetzt bei Alstare-Suzuki keine Zeit mehr für 2009 verschwenden, sondern sich ganz darauf konzentrieren, 2010 gestärkt zurückzukommen. "Wir haben unseren Nummer-1-Piloten verloren, und gerade in einer Saison, in der wir mit einer völlig neuen Maschine antreten, ist seine Mitarbeit bei der Weiterentwicklung sehr wichtig", sagte Alstare-Technikchef Giacomo Guidotti. "Aber so ist es im Rennsport, und wir wollen keine Zeit mehr vergeuden, sondern wird arbeiten bereits für 2010."

Diese Arbeit geschehe im engen Kontakt mit Suzuki in Japan, so Guidotti: "Dort werden verschiedene Tests durchgeführt, um die Schwächen, die die Maschine in diesem Jahr hat, herauszufinden und zu verbessern. Grundsätzlich brauchen wir am Kurvenausgang mehr Traktion und wir müssen herausfinden, wie wir die mittelharten Reifen von Pirelli optimal nutzen können."

Um das Potenzial der Reifen maximal ausschöpfen zu können, werden ab jetzt einige Modifikationen an der Aufhängung, an der Elektronik und an der Leistungsabgabe des Motors ausprobiert. "Das Ziel ist, diese Änderungen vor der Schlussphase dieser Saison bereits auf der Strecke zu evaluieren", sagte Guidotti.

Unterdessen arbeitet Neukirchner an seinem Comeback. Der Sachse wird an der Rennstrecke in Misano (20./21. Juni) dabei sein und sich dort in der Clinica Mobile nochmals untersuchen lassen. Sein Ziel ist, in dieser Saison noch einmal ins Geschehen eingreifen zu können.

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