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Troy Bayliss bei seinem jüngsten Besuch bei der Superbike-WM © Ducati

Superbike-Weltmeister Troy Bayliss hat einen beeindruckenden Test einem australischen V8-Supercar hingelegt: "Ein Traum ist wahr geworden"

Troy Bayliss hat ein beeindruckendes Debüt auf vier Rädern hingelegt. Der dreimalige Superbike-Weltmeister, der seine Motorradkarriere im vergangenen Herbst beendet hat, testete im australischen Queensland das V8-Supercar des dreimaligen Supercar-Champions Craig Lowndes. Bayliss drehte in dem 1.450 Kilogramm schweren und über 600 PS starken Boliden mehr als 80 Runden und kam dabei zu respektablen Rundenzeiten.

Zunächst fuhr Bayliss mit Lowndes auf dem Beifahrersitz eine Besichtigungsrunde auf dem Queensland Raceway, um sich mit der Strecke und den berüchtigten Bodenwellen vertraut zu machen. Dann machte er sich daran, seine Rundenzeiten Schritt für Schritt zu unterbieten. Von Runde zu Runde gelang ihm das Bremsen besser, sein Gasfuß verhielt sich so wohl dosiert, dass er in jeder der sieben Kurven die nötige Traktion behielt. Gegen Ende des Tests lag Bayliss' Rundenzeit nicht einmal eine halbe Sekunde über der von Champion Lowndes.

"Für mich ist ein Traum wahr geworden", freute sich Bayliss danach. "Ich bin schon seit Langem ein großer Fan der V8 Supercars und es war klasse, dass ich endlich damit fahren konnte. Auf der Strecke gibt es vom Prinzip her viele Ähnlichkeiten zwischen dem Bike und dem Auto. Nachdem sich die Aufregung der ersten Runden gelegt hatte, kam ich mir vor, als sei ich zurück in meinem Büro und habe versucht, meinen Fahrstil zu perfektionieren und meine Rundenzeiten zu unterbieten."

Jetzt will Bayliss so bald wie möglich wieder ins Cockpit steigen: "Mich hat das Fieber gepackt! Ich will definitiv mehr Runden drehen und vielleicht gelingt es mir, entweder in der Development-Series oder bei den Langstreckenrennen mitzufahren."

Viel Lob gab es von Teamchef Roland Dane: "Troy ist ein echter Profi. Er ist in der Topliga des Motorsports gefahren und was Arbeitsabläufe angeht, können wir ihm nichts mehr beibringen. Er hat sich sehr gut in unser Team eingefügt und war von den Rundenzeiten her gleich bei der Musik dabei. Wenn er morgen ein Rennen fahren würde, würde er sich auf Anhieb im Mittelfeld einreihen. Vielleicht gibt es in der Serie ein paar Fahrer, die jetzt um ihre Cockpits bangen sollten..."

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