vergrößernverkleinern
Folger-Teamkollege Andrea Iannone holte sich einen kuriosen Sieg © Aprilia

Julian Simon jubelte als vermeintlicher Sieger eine Runde zu früh: Andrea Iannone holt den Sieg vor Nicolas Terol - Die Deutschen mit guten Punkten

Was war das denn? Den spanischen Fans steckt wahrscheinlich immer noch der Schock in den Gliedern, viele Köpfe werden geschüttelt. Julian Simon sah bis zur letzten Runde wie der Sieger aus, doch machte der Spanier einen folgenschweren Fehler. Simon hatte sich um eine Runde verzählt, fuhr jubelnd über die Ziellinie - Andrea Iannone ließ ihn stehen, fuhr eine weitere Runde und sicherte sich den kuriosen Sieg in Barcelona!

Das war das unfassbare Ende einer langen Schlacht über 22 Runden. Nach guten Starts hatten sich Iannone und Simon schnell vorne um etwa eine Sekunde absetzen können. Die beiden Kontrahenten spielten anschließend über viele Runden taktische Spiele. Iannone zeigte immer wieder, dass er in den Kurven schneller ist, Simon holte regelmäßig auf der Start-Ziel-Geraden Hammer heraus und zog wieder vorbei.

Hinter den beiden Führenden fuhr Jonas Folger in einer Vierergruppe gemeinsam mit Nicolas Terol, Sergio Gadea und Marc Marquez ein gutes Rennen. Der junge Deutsche hatte sich beim Start von Rang drei sogar ganz kurz auf der zweiten Position gezeigt, konnte das Tempo von Iannone und Simon allerdings nicht mitgehen. Am Ende kam Folger als Sechster ins Ziel. Das Drama um Simon endete unglaublich: Im Fotofinish landete der Spanier hinter dem zeitgleichen Gadea auf Rang vier.

Stefan Bradl verpatzte den Start. Nach der ersten Runde wurde der Kiefer-Pilot auf Rang 19 geführt, doch schnell konnte er sich Stück für Stück nach vorne arbeiten. Zur Rennmitte sah man Bradl auf Rang acht, direkt am Hinterrad vom bisherigen WM-Leader Bradley Smith. Kurz vor Schluss konnte Bradl vorbeiziehen und sich den siebten Rang sichern, Sandro Cortese wurde nach einem unauffälligen Rennen Neunter.

teilentwitternteilenE-MailKommentare
Bitte bewerten Sie diesen Artikel