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Valentino Rossi holte sich nach hartem Kampf den Sieg in Barcelona © Yamaha

Was für ein Duell: Valentino Rossi zwingt Jorge Lorenzo in Barcelona nieder - Beinharter Fight bis zum letzten Meter!

"Diese Startaufstellung verspricht ein spannendes Rennen", sagte Kevin Schwantz vor dem Start in Barcelona. Der Amerikaner sollte Recht behalten - und wie! Auf der Strecke in Katalonien spielte sich ein Duell ab, welches kaum zu überbieten ist. In einem engen Fight setzte sich Valentino Rossi in unvergleichlicher Manier gegen Jorge Lorenzo durch. Eine Yamaha-Schlacht der Extraklasse: allein in der letzten Runde wechselte die Führung mehrfach.

Der Reihe nach: Die beiden Yamaha-Stars konnten ihre guten Startpositionen in die erste Kurve retten. Anschließend führte zunächst Lorenzo, doch Rossi blieb nicht lange geduldig. Der Champion zog am jungen Teamkollegen vorbei, konnte sich anschließend aber nicht entscheidend absetzen. Im Paarflug zogen die Yamahas vorne davon, Casey Stoner konnte das Tempo nicht einm ansatzweise mitgehen.

Lauter Jubel kam auf, als Lokalmatador Lorenzo genau zur Rennmitte an Rossi vorbeizog. Der "Doktor" und sein Kollege lieferten sich anschließend eine unglaubliche Schlacht. Auf der letzten Rille versuchte Lorenzo sich zu verteidigen, doch drei Runden vor Schluss kam der achtfache Barcelona-Sieger wieder vorbei. Der Spanier gab sich aber nicht geschlagen und konterte nur eine Runde später.

Der große Showdown folgte in der letzten Runde. Rossi und Lorenzo flogen fast an jeden Bremspunkt Seite an Seite. In der drittletzten Kurve sah der Mallorciner wie der sichere Sieger aus, doch Rossi robbte sich in den letzten beiden Rechtskurven nahe heran und ließ seinen teaminternen Gegner auf der Start-Ziel-Geraden stehen. Was für ein Sieg. Und was für Konsequenzen: In der Gesamtwertung liegen Rossi, Lorenzo und Stoner mit je 106 Punkten gemeinsam vorne!

Der Australier hatte zu Beginn versucht, dem schnellen Yamaha-Duo zu folgen, doch er hatte keine Chance. In der ersten Phase fuhr Stoner ein einsames Rennen, später musste er sich gegen Andrea Dovizioso wehren, der sich zuvor im Honda-Duell gegen Dani Pedrosa deutlich durchgesetzt hatte. Der Vorjahressieger musste sich schließlich sogar noch Loris Capirossi geschlagen geben, der einen guten sechsten Platz einfuhr. Dahinter landeten Colin Edwards und der glücklose Randy de Puniet.

Die großen Pechvögel des Tages hießen Yuki Takahashi und Toni Elias. Der Japaner flog bereits in der ersten Runde heftig ab, schien aber glücklicherweise unverletzt. Elias hatte in seinem Heimrennen zu Beginn ein Höllentempo vorgelegt und konnte sich gut recht weit vorne halten, doch auch für ihn war der Auftritt nach einem Ausrutscher in den Kies vorbei. Marco Melandri bot in der ersten Hälfte eine gute Darbietung, fiel aber letztlich auf Platz 14 zurück.

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