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Valentino Rossi setzt sich nur knapp gegen Lorenzo durch. © Yamaha

Valentino Rossis und Jorge Lorenzos erbitterter Kampf um den Sieg in Barcelona erobert sich einen Platz in den Geschichtsbüchern

Rossi und Lorenzo, die beiden trennt mehr als eine Mauer in der Box und ein paar Lebensjahre. Die beiden trennt mehr als ihre Nationalität - obwohl in Barcelona trennte die beiden nur ein Lufthauch; in Zahlen: 0,095 Sekunden.

Bis zur allerletzten Kurve lieferten sich die beiden ein Duell, als ginge es um Leben und Tod. "Lorenzo kassierte Rossi, Rossi wieder Lorenzo, dieser kontert die Attacke", so ungefähr lautet die Chronik der letzten Runde. Dann sah Lorenzo schon wie der Sieger aus, aber der 'Doktor' schnitt Lorenzo in der letzten Kurve in die Parade wie das Skalpell ins Fleisch

In zwei typisch italienischen Worten fasste der Rekordweltmeister dieses Jahrhundertmanöver zusammen: "Mamma Mia!". Beide Protagonisten dieses erbitternden Zweikampfes ließen sich am Ende mit stehenden Ovationen von ihren Fans feiern. "Das war ein unglaublicher Kampf und eine brillante Show für alle. Ich bin glücklich, ein Teil davon gewesen zu sein", ahnt Jorge Lorenzo die historische Bedeutung dieses Manövers.

Das letzte Mal, dass Rossi einen Spanier derart düpierte wie nun Jorge Lorenzo, war 2005 beim Auftaktrennen in Jerez. Damals schnappte er sich Sete Gibernau in der letzten Kurve. Gibernau zerbrach danach an dieser Demütigung und konnte Rossi nie wieder Paroli bieten. Diese Gefahr besteht bei Jorge Lorenzo definitiv nicht.

"Dieses Rennen verdient einen Ehrenplatz in der Gallerie von Rossis Karriere", sagte Teamchef Brivio. Selbst für einen Rossi, der in seiner langen ruhmreichen Karriere schon viel erlebt hat, war dieser Tag ein bisschen viel der Aufregung. "Jetzt schlafe ich eine lange Zeit, um mich von dieser Aufregung zu erholen", erklärte der Superstar mit einem breiten Grinsen. Er wird sicher schöne Träume haben.

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