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Julian Simon beging einen Fehler, der ihm so schnell nicht wieder passieren wird © Aprilia

In der Annahme, das Rennen gewonnen zu haben, jubelte Julian Simon eine Runde zu früh und wurde kuzerhand von der Konkurrenz gnadenlos überrumpelt

Es war die Szene des Rennens: Jubeln überquerte der Lokalmatador Julian Simon die Ziellinie beim Großen Preis von Barcelona in der 125er Klasse und übersah völlig, dass noch eine Runde zu fahren war. Die Konkurrenz ließ sich nicht zweimal bitten, überholte den verduzten vermeintlichen Rennsieger kurzerhand und machte Jagd auf den "wahren" Sieg, den sich Andrea Iannone sichern sollte.

Im Ziel bekannte der Geschlagene, sich schlicht geirrt zu haben: "Es ist sehr schade, weil ich jede Runde die Pace beobachtet habe, um den Sieg an mich zu reißen. In der vorangegangenen Runde sah ich 'L1' auf dem Kontrollturm und dachte daher, das Rennen sei vorbei. Die Mechaniker hatten für Iannone "+0,6" auf die Boxentafel geschraubt und nachdem ich die schwarz-weiß-karrierte Flagge nicht gesehen hatte, wusste ich nicht, was los war."

"Ich möchte mich bei meinem Team entschuldigen, weil sie das ganze Wochenende einen unglaublichen Job erledigt haben. Das hinterlässt alles einen sehr bitteren Nachgeschmack, aber das Positive ist, dass wir noch immer die Meisterschaft anführen", gab der Spanier zu Protokoll, der sich mit seinem Missgeschick gewiss keinen Gefallen getan hat.

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