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Das erste Mal für Gabor Talmacsi in der MotoGP © Honda

Gabor Talmacsi wurde in Barcelona ins kalte Wasser geschmissen - und muss sich erstmal freischwimmen

"Willst Du Talmacsi oben sehen, musst Du die Zeitenliste drehen", scherzten viele Beobachter des Barcelona-Rennens. Es markierte das überraschende Debüt des Ungarns in der Königsklasse, der außer Konkurrenz im Feld seine Runden drehte.

Das gesamte Wochenende war Talmacsi deutlich der langsamste Fahrer. Am Ende des Rennens war er über eine halbe Sekunde langsamer als der Vorletzte Canepa. Allerdings musste er sich quasi ohne jegliche Erfahrung auf eine MotoGP-Höllenmaschine schwingen.

"Nicht schlecht, weniger anstrengend als manches 125er-Rennen", witzelte der Ungar nach dem Rennen. Nach seiner Trennung im Streit von Jorge Martinez war Talmacsi gemeinsam mit Manager Stefano Favaro auf Teamsuche. Seine Mitgift ließ das Scot Racing Team weich werden, und er eroberte sich ein Cockpit in dem Team.

Auf dem Ersatzmotorrad von Yuki Takahashi absolvierte der Ungar sein MotoGP-Debüt. "Die ersten vier Runden versuchte ich, der Pace der anderen zu folgen. Doch ich musste feststellen, dass der Rhythmus zu hoch für mich war. Deshalb entschied ich, kein zu hohes Risiko einzugehen. Aber ich hatte viel Spaß und konnte einiges lernen. Zum Beispiel das ich einen breiteren Lenker brauche", wurde der Debütant nach dem Rennen von 'Speedweek' zitiert.

Gabor Talmacsi wurde in Hinblick auf den Ungarn-GP im kommenden Jahr in die MotoGP gehievt. Eine politische Entscheidung, die unter den Fans weiter für heiße Diskussionen sorgen wird, schließlich gibt es eine Menge Fahrer, die einen Startplatz bei den Big Bikes verdient haben. Das Gerede wird erst verstummen, wenn Talmacsi auch sportlich eine Bereicherung für die Königklasse darstellt.

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