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Casey Stoner ist noch angeschlagen und kürzte den Test deshalb ab © Bridgestone

Casey Stoner war beim Barcelona-Test nur bedingt einsatzfähig, versuchte aber zumindest, beim Thema Radschwinge weiter voran zu kommen

Nachdem er sich gestern krank aufs Podium gequält hatte, wäre Ducati-Pilot Casey Stoner heute am liebsten im Bett geblieben. Doch heute stand in Barcelona einer von nur zwei Postrace-Tests der Saison an. Und so rappelte sich der Australier noch einmal auf und stieg auf seine Desmosedici GP9. Zuvor ließ er sich aber noch an den Armen und Beinen behandeln, weil er Krämpfe hatte. Um seine Kräfte zu schonen, fuhr er immer nur kurze Runs und legte dann wieder Pausen ein. Insgesamt drehte Stoner 38 Runden.

Bei seinem beschränkten Test konzentrierte sich Stoner weitgehend auf die Arbeit mit verschiedenen Radschwingen. "Wir haben ein paar neue Einstellungen für die Karbon-Radschwinge ausprobiert und dabei ganz positive Dinge gefunden", sagte er. Die Karbon-Version sei stabiler als die Aluminium-Schwinge, aber manchmal zu steif, so Stoner: "Ich habe in jüngster Zeit die Aluminium-Version benutzt, weil sie am Ende des Rennens die Reifen mehr schont. Man hat viel mehr Grip, dafür weniger Stabilität." Bei den Rundenzeiten mache es keinen großen Unterschied aus, ob man mit der Karbon- oder der Aluminium-Schwinge fährt.

Seine Ducati fühle sich alles in allem gut an und er habe das Gefühl, dass die Richtung stimmt, fuhr Stoner fort. Die Traktion am Heck müsse allerdings noch verbessert werden. Zudem arbeitete Stoner heute auch am neuen Motor-Management-System, das noch optimiert werden muss und an einem neuen Stoßdämpfer. "Es lief ganz gut, aber heute wollten wir nur checken, ob alles in Ordnung ist. Ich fühle mich immer noch nicht gut und war nach ein paar Runden schon müde. Jetzt werde ich mich erholen, damit ich in Assen wieder zu 100 Prozent fit bin."

Die meiste Testarbeit für Ducati erledigte heute Teamkollege Nicky Hayden. Er kam jedoch über den vorletzten Platz nicht hinaus. "Es war nicht der Tag, den ich mir nach den Fortschritten vom Wochenende erhofft hatte", seufzte der Amerikaner. "Im Training am Samstagmorgen, als die Bedingungen so ähnlich waren wie heute, bin ich eine Zeit von 1:43.6 gefahren. Heute bin ich nicht unter die 1:44er-Marke gekommen."

"Ich hatte heute von Anfang an nicht dasselbe gute Feeling wie am Wochenende", erklärte Hayden weiter. "Ich kann es mir nicht erklären. Wir haben schließlich so hart gearbeitet. Aber ich hoffe, dass die Ingenieure mit den gesammelten Daten etwas anfangen können, damit wir uns auf Assen vorbereiten können."

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