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Ruben Xaus ist zuversichtlich, dass BMW in Misano eine gute Leistung bringt © BMW

Die BMW Piloten Troy Corser und Ruben Xaus kommen mit einem guten Gefühl nach Misano - In Europa lässt es sich einfach besser arbeiten

Die Fahrer des Teams BMW Motorrad Motorsport, Troy Corser und Ruben Xaus, freuen sich, nun wieder Rennen in Europa vor sich zu haben und blicken zuversichtlich auf die achte Runde der Superbike Weltmeisterschaft am kommenden Wochenende in Misano. Nach einigen strapaziösen Überseerennen konnte das Team nun erstmals seit der WM Runde in Monza mit den Motorrädern wieder in die heimische Rennabteilung zurückkehren und die gewonnenen Daten auswerten und analysieren.

Für Corser bot die Rennpause seit dem letzten Lauf in den USA zudem die Möglichkeit, herauszufinden, was seiner Schulter am Rennwochenende in Salt Lake City zu schaffen machte. Es stellte sich heraus, dass er sich seine Schulter beim Horrorcrash in Monza teilweise ausgekugelt hatte und ihm dies jedes Mal, wenn er auf dem Motorrad saß, Schmerzen bereitete. Seit der Diagnose durchläuft Corser eine intensive Physiotherapie, und sein Zustand bessert sich zusehends.

Weder er noch Xaus geben sich bezüglich der anstehenden Aufgaben und Entwicklungsarbeiten irgendwelchen Illusionen hin, sondern brennen beide darauf, die Entwicklung der S 1000 RR weiter voranzutreiben und wieder gute Ergebnisse einzufahren. An Misano haben beide gute Erinnerungen. Xaus feierte dort im vergangenen Jahr einen Laufsieg, und sowohl er als auch Corser werden am kommenden Wochenende Top-10-Resultate ins Visier nehmen.

"Im vergangenen Jahr habe ich in Misano zwar einen Lauf gewonnen, aber unser Motorrad ist komplett neu, und wir haben sicherlich eine Menge Arbeit vor uns, um am Wochenende aufs Podest zu fahren", sagte Xaus. "Das soll nicht heißen, dass es unmöglich ist, doch das Wichtigste ist, dass wir das Motorrad jedes Mal, wenn wir ausrücken, wieder ein Stück verbessern. So lange wir so vorgehen, habe ich ein gutes Gefühl. Das Motorrad hat enormes Potenzial, und es wird nicht mehr allzu lange dauern, bis Troy, ich und das Team dies zeigen können."

"Es ist gut, dass ich herausgefunden habe, wo das Problem mit meiner Schulter lag, denn ich hatte ständig das Gefühl, dass da etwas nicht stimmt - insbesondere dann, wenn ich versucht habe, meinen rechten Arm über meine Schulter zu heben", berichtete Corser. "Ich weiß nicht, ob sie komplett ausgekugelt war, aber zumindest war sie nicht in der richtigen Position. Als der Arzt mit seiner Behandlung begann, sagte er, es würde weh tun, sie wieder einzurenken - und er hatte Recht. Danach begannen wir dann mit Massagen und Physiotherapie, und es wurde besser."

"Fürs Team war es gut, die Motorräder mal wieder in der Rennabteilung zu haben und die ganzen Daten und Informationen aus Südafrika und den USA in Ruhe ansehen und auswerten zu können", fuhr Corser fort. "Ich bin mir sicher, dass sie sich für Misano schon eine gute Marschrichtung überlegt haben und denke, dass wir dort weitere Fortschritte machen und die Ergebnisse folgen werden."

Berti Hauser, der Leiter BMW Motorrad Motorsport, pflichtete bei: "Jetzt, wo wir wieder in Europa sind, haben wir die Möglichkeit, viele Arbeiten zu erledigen und dort weiterzumachen, wo wir vor den Überseetrips aufgehört haben. Es ist gut, dass Troy herausgefunden hat, wo sein gesundheitliches Problem liegt und nun die richtigen Behandlungsschritte eingeleitet werden, denn schließlich brauchen wir zwei gesunde, starke Fahrer."

"Auch wenn es in Kyalami und Miller im Hinblick auf die Ergebnisse nicht so toll gelaufen ist, so entspricht es doch weiterhin ganz unserem Teamgeist, alles zu geben und die bestmöglichen Ergebnisse einzufahren. Wir freuen uns auf Misano und fahren zuversichtlich dorthin", sagte Hauser abschließend.

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