vergrößernverkleinern
Kein Kuscheln, sondern Kampf: Jorge Lorenzo und Valentino Rossi im Duell © Yamaha

Yamaha-Rennchef Lin Jarvis rechnet mit weiteren heißen Duellen zwischen den beiden Werkspiloten: Eine Herausforderung für das Team

Im vergangenen Jahr muckte der Neuling im Team zu Beginn der Saison auf, aber über weite Strecken des Jahres hatte der Superstar das Geschehen im Yamaha-Lager im Griff. Doch in diesem Jahr wird der Widerstand des jungen Jorge Lorenzo gegen den Champion Valentino Rossi noch erbitterter. Die harte Schlacht in Barcelona war wahrscheinlich nur ein Vorgeschmack auf weitere Fights, die folgen werden.

Solange die beiden sich mit fairen Mitteln auf der Strecke bekämpfen, sollte alles gut sein. Doch im Yamaha-Lager geht bereits die Sorge um, dass aus dem recht kühlen Verhältnis der beiden bald ein offener Disput entstehen könnte, denn es steht viel auf dem Spiel. "Ich habe keinen Zweifel, dass es recht knifflig werden könnte", gab Yamaha-Boss Lin Jarvis gegenüber 'Motor Cycle News' zu.

"Auch wenn Jorge vom Alter her noch recht jung ist, so ist er doch im Kopf schon erwachsen. Wir haben gesehen, dass er sich im Vergleich zum Vorjahr deutlich gesteigert hat", so der Yamaha-Rennleiter weiter. "Valentino ist eine Ikone des Sports, er hat unglaublich viel Erfahrung. Beide sind professionell und auf Siege fixiert. Die beiden kümmern sich wenig um den jeweils anderen, sondern denken nur an sich."

Der Egoismus der Rennfahrer könnte Probleme bereiten, sobald sich einer von beiden im Team benachteiligt fühlt. Jarvis will alles tun, um eine solche Situation zu vermeiden. "Ich habe die Hoffnung, dass es ein harter, aber fairer Kampf bleibt. Oft ist Casey Stoner auch noch dabei, dann ist es ein Dreikampf. Wir müssen das ganz behutsam anpacken. Bisher ist es gut gelaufen und ich hoffe, das wird auch weiterhin so funktionieren."

teilentwitternE-MailKommentare
Bitte bewerten Sie diesen Artikel