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Casey Stoner hat sich für das Wochenende in Assen viel vorgenommen © Ducati

Nachdem zuletzt Yamaha aufgetrumpft hat, will Ducati in Assen zurückschlagen: Casey Stoner ist wieder fit und Nicky Hayden hofft auf die Wende

Beim letzten MotoGP-Rennen im katalanischen Barcelona musste sich Ducati der Yamaha-Konkurrenz in Form von Valentino Rossi und Jorge Lorenzo geschlagen geben, doch am kommenden Wochenende in Assen soll sich das wieder ändern. Sowohl Casey Stoner als auch Nicky Hayden haben gute Erinnerungen an das niederländische Motorrad-Mekka. Zudem ist man im Team zuversichtlich, beim Test nach dem Barcelona-Rennen noch einige Fortschritte gemacht zu haben.

"Das Wochenende in Barcelona war wirklich wichtig für uns", sagte Ducati-Teamchef Livio Suppo. "Wir konnten die Früchte harter Arbeit ernten und es sieht so aus, als ob unsere GP9 noch konkurrenzfähiger geworden ist. Wir müssen weiter unser Bestes geben. Sowohl für Casey, der mitten in einem der spannendsten Titelkämpfe seit Jahren steckt, als auch für Nicky. Er hat gezeigt, dass er in der Lage ist, sich an die Charakteristik unseres Bikes anzupassen. Das ist für ihn schwieriger als für andere Piloten, weil er zuvor so lang auf derselben Maschine unterwegs war. Casey und Nicky mögen Assen, deshalb werden sie alles geben, um ein Topergebnis zu holen."

Stoner, derzeit Dritter der Gesamtwertung, hat ein "seltsames Verhältnis" zu Assen: "Schon bevor ich in der MotoGP gefahren bin, war es eine meiner Lieblingsstrecken. Aber auch eine, auf der ich in den kleineren Klassen nie tolle Ergebnisse holen konnte", berichtete der Australier. "2006 hatte ich dann ein gutes Resultat und seitdem war ich dort auf der Ducati immer schnell. Da die GP9 schon bewiesen hat, dass sie auf allen Streckentypen stark ist, kann ich es kaum erwarten, wieder nach Assen zu kommen."

Stoner hofft, dass das Wetter in den Niederlanden beständig bleibt: "Dann können wir an der Maschine arbeiten und hinten noch ein bisschen Grip finden. Das ist das einzige, was bei uns derzeit noch fehlt. Der Rest des Bikes ist klasse - das Kurvenverhalten ist gut und die Front ist beim Bremsen sehr stabil. Beim Test war ich wirklich nicht fit und ich bin nicht viele Runden gefahren, aber wir haben das Nötige erledigt und von dieser Arbeit wollen wir beim nächsten Rennen profitieren."

Teamkollege Hayden konnte in Assen 2006 gewinnen, 2007 Platz drei und 2008 Platz vier holen. Dabei ging ihm in der letzten Kurve das Benzin aus, was einen weiteren Podiumsplatz verhinderte. Obwohl Hayden mit dem Barcelona-Test alles andere als zufrieden war, blickt er jetzt nach vorn und hofft, in den Niederlanden weiter nach vorn zu kommen. Schließlich hatte er zuvor im Barcelona-Rennen schon Grund zur Freude.

"Ich liebe Assen! Der letzte Sektor ist mein Lieblingssektor, weil man dort eine Folge von schnellen Kurven hat, die für die Rundenzeit entscheidend sind", so Hayden. "Das Wetter kann von einer Minute auf die andere umschlagen, deshalb muss man seine Zeit auf der Strecke optimal nutzen. In Assen hatte ich einige der besten Rennen meiner Karriere, wie den Fight gegen Colin Edwards 2006, was mein Lieblingssieg ist. Wir wissen, dass wir noch viel Arbeit vor uns haben, aber das Team und ich hoffen, dass das Rennen in Barcelona die Wende eingeläutet hat und dass wir darauf aufbauen können."

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