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Andrea Dovizioso strotzt nach seiner Testbestzeit vor Optimismus © Bridgestone

Andrea Dovizioso will in Assen mit neuem Chassis an die Beszeit des Barcelona-Tests anknüpfen - Dani Pedrosa noch nicht wieder ganz fit

Das Honda-Werksteam hofft in Assen auf eine weitere Leistungssteigerung. Dank der neuesten Modifikationen an der RC212V konnte Andrea Dovizioso beim Test in Barcelona die Bestzeit holen. Grund genug für das Team, mit gewissen Erwartungen zum nächsten Rennen nach Assen zu reisen. Man zählt darauf, dass das modifizierte Chassis den berühmten Kurven der niederländischen Strecke entgegenkommt. Das Ziel: Beide Piloten sollen in Assen an der Spitze mitfahren.

"Nach dem guten Test und aufgrund der guten Fortschritte, die wir bei jedem Rennen machen, bin ich sehr zuversichtlich", sagte Dovizioso. "In den letzten drei Rennen war ich immer dicht am Podium dran. Zudem konnte ich die Lücke auf den Rennsieger verkleinern. Deshalb will ich so bald wie möglich in die Top 3 fahren - hoffentlich schon an diesem Wochenende." Dovizioso räumte jedoch ein, dass Assen nicht gerade zu seinen Lieblingsstrecken gehört.

"Die Faszination der Strecke ging durch die Umbauten ein bisschen verloren", erklärte der Italiener. "An das Rennen im vergangenen Jahr habe ich aber noch gute Erinnerungen. Von Startplatz elf aus bin ich Fünfter geworden." Die Strecke in Assen teilt Dovizioso in zwei Abschnitte ein: "Der erste Teil ist recht langsam, während der zweite Teil technisch sehr schwierig ist. Auch das Wetter kann in den Niederlanden eine Rolle spielen. Aber egal was passiert - ich hoffe auf ein weiteres starkes Wochenende für mich und das Team."

Teamkollege Dani Pedrosa hat nach dem Barcelona-Rennen weiter seine Hüftverletzung auskuriert. Nach harten Wochen will er im Titelkampf weiter ein Wörtchen mitreden. Noch ist der Spanier aber nicht ganz fit. Er wird gemeinsam mit den Ärzten kurzfristig entscheiden, ob er sich für Assen noch einmal Schmerzmittel spritzen lässt oder nicht. Zunächst will Pedrosa aber abwarten, wie er sich im Training am Donnerstagnachmittag fühlt.

"Seit dem Rennen in Barcelona habe ich mich vor allem ausgeruht, damit sich meine Hüfte so weit wie möglich erholen kann", berichtete Pedrosa. "Viel Zeit war dafür natürlich nicht, aber ich fühle mich jetzt schon viel besser als gleich nach dem Rennen, wo ich völlig erschöpft war. Ich bin für das kommende Wochenende optimistisch und wir müssen eben schauen, wie es am Donnerstag läuft. Ich würde gern ohne Schmerzinjektionen fahren, denn sie verlieren nach und nach an Wirkung und ich möchte auch nicht abhängig davon werden."

An Assen hat der Spanier gute Erinnerungen: "Ich habe hier meinen ersten Grand-Prix-Sieg geholt. Außerdem stand ich ein paar Mal auf dem Podium. Durch die letzten Umbauten hat die Strecke ein bisschen von ihrem Charakter verloren, doch sie erfordert immer noch einiges an Entschlossenheit - vor allem in den schnellen Richtungswechseln, wo ein agiles Setup gefragt ist. An diesem geschichtsträchtigen Ort ist die Stimmung immer klasse, deshalb freue ich mich schon."

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