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Die Moto2 von Bluesens ist laut Jürgen van den Goorbergh schon sehr gut. © Blusens BQR

Dunlop wird offenbar der exklusive Reifenlieferant der neuen Moto2-Kategorie sein - Einheitsreifen sollen Kosten niedrig halten

Die ursprüngliche Ankündigung, wonach in der Moto2-Klasse ein freier Reifenwettbewerb stattfinden sollte, hat ihm Fahrerlager für Stirnrunzeln gesorgt. Schließlich wurde erst vor einigen Monaten beschlossen, dass in der MotoGP Einheitsreifen eingeführt werden, um die Kosten zu senken. Und dieses Argument, nämlich die Senkung der Kosten, war ja auch ein Hauptgrund für die Einführung der Moto2-Kategorie als Nachfolgerin der 250er-WM.

Nun hatte die regelsetzende Grand-Prix-Kommission offenbar ein Einsehen. Laut 'GPOne.com' soll Dunlop der exklusive Reifenlieferant für die neue Klasse werden, die ab 2010 an den Start geht. Zwar wurde die Abmachung noch nicht offiziell bestätigt, aber Dunlop scheint die einzig logische Wahl für diese Aufgabe zu sein. Schließlich rüstet der Reifenhersteller aus Hanau bereits die 125er- und die 250er-Klasse komplett aus, nachdem sich sämtliche Konkurrenten zurückgezogen hatten.

Während die offizielle Verkündung des neuen Deals also noch auf sich warten lässt, haben vier Ex-Grand-Prix-Piloten in Assen einige Demonstrationsrunden mit dem Moto2-Prototypen des Blusens-Teams absolvieren dürfen. In der Pause zwischen den Freien Trainings und den Qualifying-Sessions durften der frühere Weltmeister Alex Crivillé, Steve Parrish, Dirk Heidolf und Lokalmatador Jürgen van den Goorbergh die Neuentwicklung ausprobieren.

Van den Goorbergh äußerte sich nach der kurzen Testfahrt sehr positiv über den Prototypen: "Die Maschine ist bereits sehr gut. Sie ist wie ein kleines MotoGP-Motorrad. Der Sound ist fantastisch und ich denke, dass die Fans das lieben wird. Ich denke nicht, dass die 250er-Fahrer Anpassungsprobleme haben werden, denn es ist kein so großer Schritt als zu den MotoGP-Maschinen und das Handling ist weicher."

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