vergrößernverkleinern
Rossi hatte seinen jungen Teamgefährten erneut im Griff: Im Rennen auch? © pacepix.com

Valentino Rossi und Jorge Lorenzo rechnen mit einem guten Rennspeed am Samstag: Steht uns eine Schlacht in der "Kathedrale" bevor?

Der wunderbare Zweikampf zwischen Valentino Rossi und Jorge Lorenzo ist zwar schon fast zwei Wochen vorbei, aber bei vielen Fans noch in bester Erinnerung. Man ist sich allerorts einig: So darf es ruhig weitergehen. Tatsächlich zeichnet sich in Assen ab, dass es erneut einen großen Showdown der beiden Yamaha-Stars im Rennen geben könnte. "Ich hoffe wieder auf ein aufregendes Rennen", gab auch Rossis Teammanager Davide Brivio zu.

"Jorge ist sehr schnell", folgte sofort die Kampfansage von Daniele Romagnoli. Der Teamchef von Jorge Lorenzo hat keinen Zweifel daran, dass sein Schützling von Platz drei nach vorne stürmen kann. "Wir wollten in die erste Reihe, denn das ist am wichtigsten. Er hat im Qualifying einen Longrun mit sehr guten Zeiten hingelegt." Lorenzo war zu Beginn der Session gleich 20 Runden am Stück gefahren - mit einem beeindruckenden Speed.

"Für mich ist es eine tolle Pole-Position" freute sich Rossi, der seinen jungen Teamkollegen erneut in die Schranken verwiesen hatte. "Meine Pole-Position in Motegi kam bei seltsamen Bedingungen zustande. Dieses ist also meine erste richtige Pole des Jahres. Ich hatte in den letzten Minuten extrem viel Verkehr um mich herum, darum war es schwierig einzuschätzen, wann der passende Moment zum Pushen gekommen war." Unter anderen hatte sich Dani Pedrosa ins Schlepptau gehängt - mit Erfolg: Der Honda-Pilot wurde Zweiter.

"Ich fühle mich sehr gut und habe mit den Rennreifen von Bridgestone einen guten Speed", stellte Rossi klar. "Aber es wird ein hartes Rennen, denn auch einige andere Piloten sind gut dabei. Es gibt aber noch zwei oder drei Stellen der Strecke, wo ich noch etwas zulegen könnte. Wir haben also noch etwas Arbeit, aber ich bin zuversichtlich, dass ich ein gutes Rennen bieten kann. Wir haben keine Ahnung, wie das Wetter wird. Aber das ist in Assen normal, damit müssen wir umgehen können."

Lorenzo hatte zu Beginn der Session nicht nur seinen beeindruckenden Longrun auf den Asphalt gelegt, sondern auch die Zeitenliste angeführt. Als es am Ende in die entscheidende Zeitenjagd ging zeigte der Spanier in den ersten drei Sektoren immer wieder Bestzeiten, doch am Ende reichte es nie. "Natürlich hätte ich gern zum vierten Mal auf der Pole-Position gestanden, aber ich hatte Probleme mit dem letzten Sektor", gab der gebürtige Mallorciner zu.

"Ich weiß gar nicht genau, warum", brachte er zum Ausdruck. Man habe also morgen im Warmup noch eine wichtige Aufgabe. "Wir müssen daran arbeiten und dieses Problem erst einmal verstehen. Das Rennen wird ganz sicher sehr hart, denn es kommen auch andere Leute mit Topzeiten an die Spitze." Damit meinte Lorenzo vor allem Casey Stoner, der von Startplatz vier kommen wird. Das Yamaha-Duo und der Weltmeister von 2007 liegen zurzeit punktgleich an der Spitze der Gesamtwertung.

teilentwitternteilenE-MailKommentare
Bitte bewerten Sie diesen Artikel