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Colin Edwards ist mit Startplatz fünf durchaus zufrieden © Bridgestone

Colin Edwards startet mal wieder aus der zweiten Startreihe und ist zufrieden - Teamkollege James Toseland auf Startplatz neun

19 Minuten vor Ende des Qualifikationstrainings zum MotoGP-Rennen in Assen tauchte Colin Edwards plötzlich auf Platz eins des Zeitentableaus auf. Für ein paar Minuten sah es so aus, als ob Edwards tatsächlich ein ernsthafter Anwärter auf einen Platz in der ersten Startreihe sein könnte. Doch sieben Minuten später unterbot Casey Stoner Edwards' Bestzeit und in der Folge zogen zudem noch Valentino Rossi, Dani Pedrosa und Jorge Lorenzo am "Texas Tornado" vorbei.

Am Ende sprang also Rang fünf für den Tech-3-Piloten hinaus. Das ist für Edwards einerseits ein Grund zur Freude, denn er stand in dieser Saison noch nie weiter vorne. Andererseits bedeutet Rang fünf aber auch: zweite Startreihe. Und die erste Reihe war mal wieder fast vier Zehntelsekunden entfernt. Trotzdem zeigte sich Edwards nach dem Qualifying zufrieden mit sich selbst: "Ich hätte nicht schneller fahren können."

Seine schnellste Runde fuhr Edwards mit einem harten Front- und einem weichen Hinterreifen. "Auf der letzten Runde konnte ich meine beste Zeit fahren, obwohl der Vorderreifen schon acht Runden alt war. Nach acht oder neun Runden verliert man das gute Gefühl am Vorderrad, sodass ich auf meinen letzten Runden ein paar Rutscher hatte", erklärte Edwards.

Zu Beginn des Trainings hatte der Tech-3-Pilot aber noch wesentlich größere Probleme als nur ein paar kleine Rutscher. "Ich kam ständig wieder zurück an die Box um Verbesserungen vornehmen zu lassen, was normalerweise kein gutes Zeichen ist. Ich habe einfach das Gefühl die Bodenwellen nicht so gut zu schlucken wie es sein sollte. Manchmal fühlt es sich so an, als ob über die Wellen drüberfliegen würde. Aber davon abgesehen bin ich mit meinem Tempo ganz zufrieden."

Edwards lobt die Bridgestone-Reifen

Aber es gibt auch Passagen in Assen, in denen sich Edwards offenbar ganz wohl fühlt. "Der vierte Sektor war für mich eigentlich immer eine Art Angst-Abschnitt. Dort kann man sehr viel Zeit gewinnen, aber auch verlieren. Aber auf den Bridgestone-Reifen ist es einfach unglaublich da durchzufahren. Sie sind einfach so stabil und lassen in den schnellen Kurven den Lenker nicht wackeln oder flattern", schwärmte Edwards, der in Assen im vergangen Jahr noch auf Michelin an den Start ging.

Beim zweiten Tech-3-Fahrer James Toseland war am Ende des Qualifyings eigentlich auch alles wie immer. Platz neun ist zwar nicht großartig, aber Toseland scheint auf die dritte Startreihe abonniert zu sein. "Ich bin wirklich zufrieden, obwohl ich mal wieder nur Neunter in der Startaufstellung bin", sagte der Brite anschließend. "Wäre ich am Ende nicht aufgehalten worden, hätte ich vielleicht noch ein paar Plätze aufgeholt."

Toseland hat Starts geübt

Nun gilt es für Toseland möglichst viele Plätze im Rennen gutzumachen. Nach zuletzt eher schlechten Starts, hat er neue Maßnahmen ergriffen: "Nach Katalonien habe ich in dieser Woche etwa 15 Starts geübt. Denn es ist entscheidend beim Start so gut wegzukommen, dass ich eine Chance auf die Top 6 habe. Ich probiere nun eine etwas andere Kupplung aus, die etwas weicher funktioniert. In den ersten Rennen war sie einfach zu aggressiv, sobald ich sie losgelassen hatte."

"Wir haben viel Zeit damit verbracht am Renn-Setup zu arbeiten", ergänzt Toseland. "Mit den Rennreifen habe ich wirklich viel Selbstvertrauen. Und ich sehne mich danach Yamaha und meinen Jungs bei Tech 3 ein gutes Ergebnis zu präsentieren nachdem mir an diesem Wochenende so viel geholfen wurde", sagte Toseland abschließend.

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