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Toni Elias wurde auf seinem letzten Run von Loris Capirossi behindert © pacepix.com

Mit den Plätzen elf und 15 ist man bei Gresini-Honda nach dem Qualifying zum MotoGP-Rennen in Assen nicht wirklich zufrieden

"Wir arbeiten sehr hart und es kommt sehr wenig dabei herum." Diese Worte sprach Fausto Gresini, Teamchef von Gresini-Honda, nach dem Qualifying zur Dutch TT in Assen. Angesichts der Startplätze elf (Alex de Angelis) und 15 (Toni Elias) mag Gresini auch niemand so recht widersprechen. Zwar wurde de Angelis kurz vor Ende des Trainings von Loris Capirossi und Gabor Talmasci behindert, aber da ging es ihm nicht anders als vielen anderen Piloten auch, siehe zum Beispiel Casey Stoner.

"Ich bin mir sicher, dass Loris das nicht mit Absicht gemacht hat, aber er ist sehr erfahren und es war ein großer Fehler von ihm", sagte de Angelis anschließend. "Ich bin nicht sauer, aber doch sehr frustriert, da ich mir sicher bin, am Ende vor de Puniet oder sogar Toseland gelandet zu sein. Das hätte eine ganze Startreihe bedeutet und das wäre sehr wichtig für mich gewesen."

Teamkollege Elias suchte dagegen gar nicht erst nach Ausreden für sein schwaches Abschneiden. "Um ehrlich zu sein hat zwar heute alles besser funktioniert, aber am Ende habe ich es verbockt. Ich habe die falsche Entscheidung getroffen und es ist meine Schuld, dass wir nur 15. sind. Das ist nicht gut genug. Ich möchte mich beim Team entschuldigen."

Hintergrund dieser Aussage ist der Umstand, dass Elias bei der Suche nach dem geeigneten Windschatten für seinen letzten Versuch so langsam unterwegs war, dass schließlich die Temperaturen seiner Reifen in den Keller fielen. "Jetzt können wir daran nichts mehr ändern. Die einzige Möglichkeit besteht darin einen guten Start hinzulegen und so viele Plätze gutzumachen wie möglich", so Elias.

"Ich bin natürlich sehr enttäuscht. Aber wir werden so weitermachen und dann werden die Ergebnisse schon kommen", ist sich Teamchef Gresini sicher. "Jeder muss Verantwortung übernehmen, mich eingeschlossen. Wir müssen sicherstellen, dass unsere Fahrer nach vorne kommen und auf einem Niveau fahren, welches das wahre Potenzial dieses Teams und der Motorräder widerspiegelt."

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