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Superstar Valentino Rossi wurde bereits achtmal Motorrad-Weltmeister © getty

Superstar Valentino Rossi feiert in Assen seinen 100. Sieg. Sandro Cortese kann seine Pole nicht nutzen und scheidet aus.

Assen - Pole Position, Sturz und null Punkte:

Sandro Corteses Traum vom ersten Sieg ist bereits nach fünf Runden geplatzt.

Beim Grand Prix der Niederlande in Assen verspielte der Derbi-Pilot die größte Chance seiner Karriere und schied nach einem Sturz beim 125er-Rennen aus.

Cortese war in der "Kathedrale des Motorsports" in letzter Sekunde erstmals auf den ersten Startplatz gefahren. (Historische Pole für Cortese)

100. Sieg für Rossi

Superstar Valentino Rossi schrieb in der MotoGP Geschichte.

Der achtmalige Weltmeister aus Italien gab seinen Widersachern Lorge Lorenzo (Spanien/beide Yamaha) und Casey Stoner (Australien/Ducati) das Nachsehen und knackte als zweiter Fahrer nach Giacomo Agostini die 100-Siege-Marke. "Ich bin so glücklich. Ich danke meinem Vater, der mich auf ein Minibike gesetzt hat, als ich drei war", sagte "The Doctor".

Rossi feierte 74 Siege in der MotoGP, 14 in der Viertelliterklasse und zwölf bei den 125ern. Zum Rekord seines Landsmannes Agostini ist es aber noch ein weiter Weg: Agostini stand 122-mal ganz oben auf dem Podium und sammelte 15 WM-Titel. Allerdings trat er teilweise in mehreren Klassen an einem Tag an.

Verärgerter Cortese im Glück

Für Cortese gab es dagegen nichts zu feiern. "Das ist schon extrem ärgerlich. Ich war schnell und hätte locker unter die Top 6 fahren können. Ich weiß momentan gar nicht, was dort passiert ist", sagte er und schüttelte immer wieder den Kopf.

Nach seinem Sturz, bei dem er einen spektakulären Salto hinlegte, hatte der Italo-Schwabe sich entsetzt vor den Helm geschlagen.

"Zum Glück sehen Stürze oft schlimmer aus als sie sind. Ich bin ganz schön geflogen. Aber passiert ist mir nichts", sagte der 19-Jährige kurz nach dem Rennen erleichtert: "In dieser Kurve fährt man mit Vollgas. Irgendwie war plötzlich das Vorderrad weg."

Bradl und Folger vorne dabei

Stefan Bradl (Aprilia) und der deutsche Shootingstar Jonas Folger sorgten mit den Plätzen sechs und sieben dennoch für ein gutes Gesamtergebnis.

Wildcardfahrer Marvin Fritz sammelte auf seiner Honda als 14. zwei WM-Punkte. (Fritz macht aus Dreigestirn ein Quartett)

"Das ist ganz schön bitter"

Cortese hatte bereits beim Start Lehrgeld gezahlt. In der ersten Runde verlor er sieben Plätze, fing sich dann aber und kam immer besser zurecht, ehe er schmerzhaft auf einer Wiese landete.

"Es tut mir wirklich leid für ihn. Er hat gezeigt, dass wir auch ganz vorne dabei sein können", sagte Bradl: "Das ist ganz schön bitter."

Mit dem sechsten Platz war Bradl zufrieden, nicht aber mit seiner Maschine. "Das Ergebnis ist völlig okay. Ich habe gemerkt, dass ich die vordere Gruppe nicht halten kann", berichtete er: "Wir sind aber zu weit weg von der Weltspitze. Das muss sich ändern."

Folger bester Deutscher in WM-Wertung

Es siegte der Spanier Sergio Gadea. In der Gesamtwertung führt weiter dessen Landsmann Julian Simon (beide Aprilia) mit 100 Punkten.

Der beste Deutsche ist Folger als Siebter mit 54 Punkten.

Der 15-Jährige rollte das Feld nach einem enttäuschenden Qualifying von Platz 18 aus auf. "Super. Es ist normal, dass ich im Training langsamer bin als im Rennen. Am Sachsenring aber will ich aufs Podium."

Das Heimspiel für die deutschen Fahrer folgt in drei Wochen.

Aoyama siegt bei 250er-Rennen

Das Rennen der 250er-Klasse gewann Hiroshi Aoyama. Der japanische Honda-Pilot setzte sich nach 24 Runden durch und übernahm mit 121 Punkten auch die Führung in der WM-Wertung von Alvaro Bautista (Aprilia/108).

Der Spanier fuhr Aoyama zwei Runden vor dem Ende gegen das Hinterrad und stürzte spektakulär.

Deutsche Fahrer waren nicht am Start. Weltmeister Marco Simoncelli (Italien/Gilera/77) wurde Dritter.

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