vergrößernverkleinern
Der zweite Platz lässt Julian Simon jubeln - WM-Führung ausgebaut © Aprilia

Nicolas Terol wurde für seine Aktion gegen Julian Simon in der letzten Runde des Rennens in Assen mit einer Zeitstrafe belegt

Das hatte sich bereits angekündigt: Nicolas Terol wurde für seine Aktion gegen Julian Simon mit einer 20-Sekunden-Zeitstrafe belegt. In der letzten Runde des Rennens musste sich Terol den Angriffen Simons erwehren und dabei kam es zu einer Berührung der beiden. Simon musste in den Dreck ausweichen und verlor so jegliche Siegchance.

Terol rettete sich dagegen in die asphaltierte Auslaufzone und konnte sein Rennen nahezu ohne Zeitverlust fortsetzen. "In der letzten Runde wollte ich Julian die Tür zumachen, aber wir mussten beide von der Strecke runter", sagte Terol nach dem Rennen. "Es tut mir leid für Julian, aber im Feuer des Gefechts kann so etwas schon mal passieren."

Die Rennleitung sah das aber offenbar ganz anders. Terol hat sich durch diese Aktion aus Sicht der Kommissare auf unfaire Art und Weise einen Vorteil verschafft und wurde dementsprechend bestraft. Dadurch rückt Simon auf den zweiten Rang vor, Bradley Smith erbt den dritten Platz. Damit belegt das Aspar-Trio die ersten drei Plätze.

Sergio Gadea kann die Strafe für Terol dagegen egal sein. Er profitierte schon auf der Strecke von der Kollision, zog an den beiden Streithähnen vorbei und fuhr zu seinem ersten Saisonsieg. "Ich freue mich sehr über diesen Sieg - es ist eine perfekte Saison für mich! Dabei hätte ich am Anfang beinahe in der Gruppe den Anschluss an die Spitze verloren", so Gadea.

Zu der Kollision zwischen Terol und Simon sagte Gadea: "Zum Schluss haben Simon und Terol dann einen Fehler gemacht und ich konnte in Führung gehen. Ich war mir nicht sicher, ob ich das bis ins Ziel halten kann, aber es hat geklappt. Es ist klasse, wieder auf dem Podium zu stehen."

Simon freut sich über die Aspar-Dominanz

Simon war unmittelbar nach dem Rennen schon mit dem dritten Rang zufrieden: "Ich freue mich über das Ergebnis, denn das sind wichtige Punkte für die Meisterschaft." Durch den nun zugesprochenen zweiten Platz wird diese Freude noch größer sein. Angesprochen auf die Dominanz seines Aspar-Teams sagte der WM-Leader: "Ich freue mich auch über die Teamleistung, denn das Motorrad war ehrlich gesagt nicht so prickelnd heute. Dann liegt es am Team, das rauszureißen, und das ist uns gut gelungen."

Terol fällt durch die Strafe den fünften Platz zurück, Andrea Iannone übernimmt den vierten Platz. Stefan Bradl, der als Sechster ins Ziel kam, konnte von der Zeitstrafe für Terol leider nicht profitieren.

teilentwitternteilenE-MailKommentare
Bitte bewerten Sie diesen Artikel