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Hiroshi Aoyama bedauert den Crash mit Bautista, freut sich aber über den Sieg © Honda

Hiroshi Aoyama freut sich über seinen Hattrick von Assen: Sieg, schnellste Rennrunde und Übernahme der WM-Führung

Besser hätte es für Hiroshi Aoyama kaum laufen können. Mit seinem Sieg und dem gleichzeitigen Ausfall seines schärfsten WM-Rivalen Alvaro Bautista konnte der Japaner die WM-Führung übernehmen. Wie schon nach seinem Erfolg in Jerez steht der Honda-Pilot in der Punktewertung ganz oben, 13 Punkte vor Bautista.

Doch die Kollision mit dem Aspar-Piloten in der letzten Runde des Rennens wirft Fragen auf. Von außen betrachtet sah es so aus, als ob Aoyama die Schikane nach Start-Ziel relativ langsam durchfahren hätte, langsamer als zuvor. Bautista fuhr von hinten auf Aoyamas Honda auf und kam spektakulär zu Sturz. Der Japaner konnte sich aber im Sattel seiner Maschine halten und und fuhr locker zum Sieg.

"Am Anfang lief es nicht so gut," erzählte Aoyama nach dem Rennen. "Ich musste ein paar Positionen gutmachen, aber ab Rennmitte wurde meine Pace immer besser. Ich fuhr sogar die schnellste Rennrunde." Dann kam der Japaner auf die entscheidende Szene zu sprechen: "Im Finish musste ich mit Bautista und anderen kämpfen. Es gab dann einen kleinen Crash. Das tut mir leid und ich hoffe, dass er okay ist."

Für Aoyama mag der Unfall klein ausgesehen haben, schließlich trug seine Honda nur einen kleinen Schaden an der Hinterradabdeckung davon. Für Bautista war es ein hingegen ein großer Sturz - nicht nur in Bezug auf seinen Abgang auf der Strecke, sondern auch hinsichtlich seiner WM-Ambitionen. Aoyama tut der Crash laut eigener Aussage leid, vielleicht weil er sich nicht ganz unschuldig fühlt?

Barberá und Simoncelli erben Podiumsplatzierungen

Héctor Barberá und Marco Simoncelli kam Bautistas Ausfall ebenfalls ganz gelegen. Durch die Plätze zwei bzw. drei konnten beide in der WM weiter aufschließen. "Ich bin glücklich, obwohl du von der Pole natürlich immer gewinnen willst", sagte Barberá anschließend. "Am Anfang fand ich keinen Weg an Simoncelli vorbei, aber dann gelang mir ein starkes Manöver. Davor habe ich hinter ihm eine halbe Sekunde pro Runde verloren. Aber ehrlich gesagt kann ich mich über diesen Podestplatz durchaus freuen."

Der angesprochene Simoncelli führte das Rennen lange Zeit scheinbar überlegen an, doch gegen Rennmitte wurde der Gilera-Pilot immer langsamer und konnte gegen seine nun schnelleren Konkurrenten nicht mehr viel ausrichten. "Das sind sehr wichtige Punkte für die Weltmeisterschaft. Ich freue mich über das Podium, denn zwei Runden vor Schluss war ich noch Vierter. Erst durch Bautistas Crash erbte ich die Punkte", sagte Simoncelli.

"Andererseits bin ich enttäuscht, denn ich hatte ab zehn Runden vor Schluss ein Problem mit dem Hinterreifen und ich konnte nicht mehr so fahren, wie ich das wollte. Meine Rundenzeiten brachen um drei Sekunden pro Runde ein. Also freue ich mich über das Podium, aber ich habe auch ein weinendes Auge, denn ohne dieses Problem hätte ich das Rennen gewinnen können", ist sich Simoncelli sicher.

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