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Auch in Donington: Ben Spies bleibt der unumstrittene König der Superpole © Yamaha

Ben Spies bestätigte in Donington seinen Ruf als Superqualifyer der Superbike-WM: Pole-Position vor Max Biaggi und Shane Byrne

Mit einer Überraschung endete die heutige Superpole zum morgigen Superbike-WM-Event im britischen Donington: Zwar konnte man im Vorfeld damit rechnen, dass sich Yamaha-Star Ben Spies wieder einmal ganz vorne einnisten würde, aber mit Max Biaggi (Aprilia) und Shane Byrne (Ducati) auf den Plätzen zwei und drei hätten wohl nur die wenigsten Insider spekuliert.

Im zweiten Qualifying am Vormittag konnte Michel Fabrizio (Ducati) seine provisorische Pole-Position von gestern noch verteidigen, in der Entscheidung über die Startaufstellung der Top 16 spielte der Italiener dann aber keine Rolle mehr: Fabrizio landete mit fast einer Sekunde Rückstand abgeschlagen auf dem fünften Platz. Immerhin knackte er jedoch seinen Teamkollegen, WM-Leader Noriyuki Haga (6.), um drei Zehntelsekunden.

Spies, der an diesem Wochenende auf die Dienste seines ehemaligen AMA-Chefmechanikers zurückgreifen kann, sorgte an der Spitze für klare Verhältnisse. Dass jedoch ausgerechnet Aprilia sein stärkster Konkurrent sein würde, kam unerwartet - neben Biaggi schaffte auch Shinya Nakano (4.) den Sprung in die Weltspitze. Bester Honda-Pilot wurde Carlos Checa vom Ten-Kate-Team auf Rang sieben - bereits mit eineinhalb Sekunden Rückstand!

Doch ausschlaggebend für das Endergebnis war heute nicht nur der sportliche Aspekt, sondern auch der meteorologische: Mit dem Beginn des letzten Abschnitts begann es zu tröpfeln - und weil der Regen bis zum Ende weiter zunahm, waren früh gesetzte Zeiten Gold wert. Spies und die Aprilias profitierten davon, Jakub Smrz hingegen war der große Verlierer - fast fünf Sekunden Rückstand, achter und letzter Platz im Finale.

Pech hatten auch die britischen Lokalhelden, die man nach den teilweise ermutigenden Trainingsleistungen stärker eingeschätzt hatte. Byrne sorgte zwar dank der Bedingungen für eine Überraschung, doch Leon Haslam (9./Honda), Tom Sykes (10./Yamaha) und Jonathan Rea (12./Honda) spielten nicht die von ihnen gewünschte Rolle. Mitten in diesem Britenpaket nistete sich John Hopkins (Honda) bei seinem Comeback als Elfter ein.

Für BMW gab es insofern einen Teilerfolg, als die Deutschen beide Motorräder in die Superpole brachten, dort konnten Troy Corser (15.) und Ruben Xaus (16.) jedoch keine Bäume mehr ausreißen. Noch schlimmer erwischte es Kawasaki, denn die Grünen brachten kein einziges ihrer Motorräder in die finale Phase des Qualifyings! Auch Neukirchner-Ersatz Blake Young (Suzuki) war in der Superpole nach Platz 28 im zweiten Qualifying nicht mehr dabei.

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