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Chris Vermeulen fuhr ein einsames Rennen und wurde letztlich Fünfter © Suzuki

Während Chris Vermeulen mit dem fünften Platz sein bestes Saisonergebnis einfuhr, landete Loris Capirossi in Assen am Ende nur auf Rang neun

Manchmal sind die langweiligsten Rennen am Ende doch die schönsten. Denn obwohl Chris Vermeulen fast während des gesamten Rennens in Assen einsam seine Runden drehte, sprang am Ende ein guter fünfter Platz für den Suzuki-Piloten heraus. Dies ist das bisher beste Ergebnis für Vermeulen in dieser Saison.

"Ich bin natürlich glücklich. Wir haben gezeigt, dass wir nach dem Barcelona-Test mit dem Motorrad einen Schritt nach vorne gemacht haben, speziell in Bezug auf das Chassis", freute sich Vermeulen nach dem Rennen. "Ich hatte einen guten Start und war von Anfang an vorne mit dabei. Ich habe so gut es ging versucht an den Jungs dranzubleiben, aber meine Rundenzeiten waren dafür nicht gut genug."

Nach sechs Runden musste Vermeulen auch noch Colin Edwards ziehen lassen. "Als Colin an mir vorbeizog, wollte ich mich an ihn dranhängen. Aber er schien am Hinterrad etwas mehr Grip als ich zu haben." Was danach folgte, waren knapp 20 Runden Einsamkeit. "Der Großteil des Rennens war ziemlich langweilig, da ich ganz allein war."

Der fünfte Platz gibt Vermeulen offensichtlich genau zum richtigen Zeitpunkt etwas Auftrieb, schließlich folgen nun ein paar Strecken, die der Australier sehr mag. "Zudem ist auf den kommenden Strecken der Motor nicht ganz so wichtig. Somit fällt der kleine Geschwindigkeitsnachteil, den wir haben, nicht so sehr ins Gewicht und wir sind weiterhin konkurrenzfähig."

Capirossi verhaut den Start

Loris Capirossis Rennen war alles andere als langweilig, dafür aber auch nicht so erfolgreich wie das seines Teamkollegen. Auf Platz sechs gestartet kam der Italiener lediglich als Elfter aus der ersten Runde zurück. "Das war heute kein gutes Ergebnis. Es ging schon los mit meinem schlechten Start, der es mir für den Rest des Rennens sehr schwierig machte, da man hier nicht so leicht überholen kann", so Capirossi.

In der Folge war der Routinier ständig in aufregende Positionskämpfe verwickelt. "Ich konnte in der letzten Runde drei Fahrer überholen und war direkt hinter Kallio. Als er dann rausflog, war ich Sechster. Ich dachte, dass das ja nicht so schlecht sei. Aber in der letzten Schikane wollte mich Elias überholen. Er drängte mich raus und das war's dann."

Eben jener Toni Elias wurde nach dem Rennen übrigens mit einer Zeitstrafe belegt, da er nach der Berührung mit Capirossi in der Schikane abkürzte. Somit erbte der Suzuki-Pilot immerhin noch den neunten Platz. "Ich bin verärgert, denn wenn ich einen guten Start gehabt hätte, hätte das ein gutes Rennen werden können. Aber jetzt ist es vorbei und wir müssen weitergehen."

Suzuki-Teamchef Paul Denning konnte dem Ergebnis sowohl positive als auch negative Aspekte abgewinnen: "Es ist schön für das Team bei den letzten drei Grand Prix immer in den Top 5 gewesen zu sein. Aber wir hatten heute nicht den Rennspeed, den wir erwartet hatten. Wir müssen uns weiter verbessern und sicherstellen, dass wir nächstes Wochenende in Laguna Seca das Maximale aus unseren Möglichkeiten machen."

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