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Casey Stoner fuhr mit Übelkeit und Schwindel auf das Assen-Podest © pacepix.com

Bei Ducati verlässt man Assen mit einem mulmigen Gefühl: Casey Stoner zwar Dritter, aber krank - Nicky Hayden mit Rang acht glücklich

Casey Stoner hat auf dem Weg zum Podest in Assen arg gelitten. Während des Rennens wurde der Australier erneut von heftiger Übelkeit und Schwindel heimgesucht - genauso wie zwei Wochen zuvor in Barcelona. "Unter der Woche war alles gut, aber je länger das Rennwochenende andauerte, umso schlimmer wurde es dann wieder", sagte der Ducati-Star, der sich nach der Siegerehrung in die Clinica Mobile begab und die Pressekonferenz sausen ließ.

"Ich habe alle möglichen Mittel genommen und auch zusätzliche Vitaminpräparate, aber nichts hat geholfen", klagte Stoner. "Ich muss mich mal genau durchchecken lassen, denn diese Geschichte kann mich wertvolle Punkte kosten. Leider bleibt bis zum Rennwochenende in Laguna Seca nicht viel Zeit, aber wir wollen mal sehen, was sich machen lässt", so der Drittplatzierte des Assen-Rennens. Stoner bedankte sich artig für die Arbeit der Ärzte und Therapeuten, über den Rennverlauf verlor er kein einziges Wort mehr.

Die Geschichte von Stoners Auftritt in der "Kathedrale" ist ohnehin schnell erzählt. Zu Beginn musste er von Startplatz vier kommend zwar zunächst Dani Pedrosa die Spitze überlassen, doch nach wenigen Kurven tauchte der Australier als Erster auf. Gegen die Yamaha-Übermacht mit Valentino Rossi und Jorge Lorenzo war Stoner jedoch chancenlos, sodass er letztlich den letzten Podestrang unbedrängt über die Ziellinie schaukeln konnte.

Wesentlich ereignisreicher war das Rennen für Ducati-Teamkollege Nicky Hayden. "Wenn man von Platz 13 starten muss, dann hat man sowieso viel Arbeit vor sich", stellte der Amerikaner klar, nachdem er als Achter sein bestes Saisonergebnis erzielt hatte. "Ich hatte heute das beste Bike der ganzen Saison unter meinem Hintern, dafür möchte ich dem Team danken. Ich konnte nach meinem guten Start sogar die zweite Gruppe eine Zeit lang anführen, aber als dann ein paar Jungs an mir vorbeizogen, geriet ich etwas aus dem Rhythmus."

Konsequenz war ein Verbremser am Ende der Gegengeraden. Hayden rutschte kurz neben die Piste, konnte sich aber wieder an die Gruppe herankämpfen. "Ich hatte viel Spaß. Aber zur Mitte des Rennens löste sich mein Lenker links etwas. Das hat mich viel Zeit gekostet, daher konnten einige Fahrer vorbeiziehen", beschrieb Hayden seine Sorgen im Rennen. Amüsiert fügte er an: "Ich habe in dieser Saison schon viele Ausreden benutzt, aber ein lockerer Lenker ist bei diesem Tempo wirklich kein Spaß."

Das Team werde sich das Problem nun genauer anschauen. "Aber sowieso war es ein harter Kampf. Ich weiß, wir haben nur um Position fünf oder sechs gekämpft, aber es ging so zur Sache, als hätten wir dort den Titel ausfechten können. Kompliment an alle Fahrer, die mit mir dort in der Gruppe waren. Elias hat zwar einen bösen Fehler gemacht, aber die Sache ist erledigt. Wir haben uns alle gegenseitig die Hand gegeben nach dem Rennen. Es hat Spaß gemacht, bei diesem Kampf dabei zu sein."

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