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Von der 100. Siegerehrung direkt ins Krankenhaus: Noriyuki Haga © Ducati

Noriyuki Haga zog sich bei seinem Sturz in Donington schwere Verletzungen zu, nachdem er im ersten Rennen Geschichte geschrieben hatte

Durch den Doppelsieg von Ben Spies in Donington ist die Superbike-WM 2009 wieder spannend. WM-Leader Noriyuki Haga fuhr im ersten Rennen als Dritter auf das Podium, schied aber im zweiten Lauf aus. Bei seinem Sturz in der Coppice-Kurve, bei dem er vom eigenen Motorrad getroffen wurde, dürfte sich der Ducati-Werksfahrer schwer verletzt haben.

Haga wurde sofort ins Derbi-Royal-Krankenhaus eingeflogen. Erste Diagnose: Brüche von Schulterblatt und Ellbogen - und vor allem Brüche des achten und neunten Rückenwirbels! Inzwischen gab es leichte Entwarnung: Die Wirbelsäulenverletzung könnte auch von einem früheren Unfall stammen und ist weniger schlimm als zunächst angenommen. Damit könnte Haga theoretisch schon nach gut einem Monat wieder auf dem Motorrad sitzen.

"Das sind gute Nachrichten", atmet Teamchef Davide Tardozzi auf. "Nori wird sich sicher einer Operation des Ellborgens seines rechten Vorderarms unterziehen, denn das ist ein offener Bruch, und dann hat er sich auch noch das Schulterblatt gebrochen. Wir wissen aber, dass die Wirbelsäule nicht operiert werden muss. Damit könnte ein Monat Pause schon reichen." Glück für Haga: Zwischen den nächsten Rennen (Brünn am 26. Juli und Nürburgring am 6. September) ist viel Zeit.

Dabei hatte der Tag nicht schlecht begonnen, denn im ersten Rennen hatte sich Haga als erst dritter Fahrer der Superbike-WM-Geschichte sein 100. Podium gesichert. Erfolgreicher waren nur Troy Corser (128) und Carl Fogarty (109). 39 Mal stand Haga auf dem mittleren Treppchen. Außerdem führt er in der Fahrerwertung mit 308 Punkten vor seinem schärfsten Rivalen Spies (294), der allerdings momentan in Hochform fährt.

"Ich bin sehr glücklich, es heute auf das Podium geschafft zu haben, denn wir wussten, dass Donington ein schwieriges Wochenende werden würde", hatte Haga zwischen dem ersten und zweiten Rennen gesagt. "Ich bin stolz auf mein 100. Podium! Am Start des ersten Laufs tat ich alles, um mit Max und Ben mitzuhalten, aber sie hatten einfach einen kleinen Vorteil. Mehr als Platz drei war für mich nicht drin."

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