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Ruben Xaus ist zufrieden mit seinem Top-10-Ergebnis in Donington © BMW

Ruben Xaus erreichte in Donington ein solides Ergebnis, dennoch wartet auf BMW in der Superbike-WM noch jede Menge Arbeit

Ruben Xaus, Fahrer im Team BMW, holte sich gestern im zweiten Rennen der Superbike-WM in Donington einen hervorragenden neunten Platz. Bei sonnigem Wetter kämpfte sich Xaus von Startreihe vier aus zu seinem dritten Top-10-Ergebnis in dieser Saison durchs Feld. Im ersten Lauf bestätigte er mit Platz 15, dass er und das Team die zuletzt mäßigen Resultate verarbeitet haben.

Xaus' Teamkollege Troy Corser erlebte keinen ganz so guten Tag: Ein Sturz im ersten Durchgang, weil er den Leerlauf erwischte, sowie allgemein zu wenig Grip im zweiten Umlauf machten ihm das Leben schwer. Corser fuhr aber trotz der Gripprobleme weiter und konnte das Rennen beenden, wenngleich außerhalb der Punkteränge.

Xaus klagt über körperliche Anstrengung

"Das war ein hartes Wochenende", sagte Xaus, "und ich weiß wirklich, dass ich heute zwei schwierige Rennen hinter mir habe. Im Moment fordert einen das Motorrad körperlich und geistig ziemlich stark und es erfordert hohe Konzentration. Ich bin mit dem Top-10-Ergebnis zufrieden, aber noch zufriedener wäre ich natürlich, wenn Troy und ich unter die ersten Sechs fahren würden."

"Heute war unser Motorrad in den schnellen Kurven zwar stark, aber in den langsamen Ecken verloren wir etwas", analysierte er. "Mein Fahrstil ist etwas aggressiver als der von Troy und dafür musst du hundertprozentig fit sein. Troy ist noch nicht wieder zu 100 Prozent hergestellt. Daher fällt es ihm schwer, das Motorrad so schnell um den Kurs zu bewegen, wie er gerne möchte. Ich sehe da aber positive Vorzeichen und freue mich jetzt auf die beiden nächsten Tests."

Von einem "furchtbaren Tag" sprach Corser: "Das ganze Wochenende über hatte ich Probleme aufgrund fehlenden Grips und heute war es so schlimm wie nie zuvor. Das Motorrad war heute schwierig zu fahren, das Hinterrad drehte übermäßig durch und ich hatte zudem Mühe, das Vorderrad am Boden zu halten."

Missgeschick im ersten Rennen

Und weiter meinte er: "Im ersten Lauf erwischte ich den Leerlauf, als ich vom dritten in den zweiten Gang herunterschaltete, und konnte nur noch ins Kiesbett ausweichen, wo ich dann samt Motorrad umkippte. Glücklicherweise habe ich mich dabei nicht verletzt, aber es war ein unnötiger Crash. Im zweiten Rennen drehte sich alles um den fehlenden Grip. Aber ich fuhr weiter, obwohl ich Plätze einbüßte, denn wenigstens wollte ich dem Team so viel Datenmaterial wie möglich liefern."

Teamchef Berti Hauser fasste zusammen: "Wir wissen, wo wir uns technisch verbessern müssen, und werden uns dem bei den nächsten Tests widmen. Es freut mich, dass Ruben eine Top-10-Platzierung gelang und Troy das Motorrad trotz widriger Umstände ins Ziel gebracht hat. Wir haben an diesem Wochenende keine tiefen Enttäuschungen erlebt. Wir erkennen, dass wir noch viel Arbeit vor uns haben und uns jedes Mal wieder verbessern müssen, wenn Ruben und Troy auf die Strecke gehen."

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