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Max Biaggi war der einzige Herausforderer von Doppelsieger Ben Spies © Aprilia

Aprilia präsentierte sich in Donington in guter Verfassung, dennoch klappte es wieder nicht mit einem Sieg für Max Biaggi

Beinahe hätte es für Aprilia gestern in Donington den ersten Sieg in der Superbike-WM gegeben: Im ersten Rennen konnte nur Max Biaggi die überragende Pace von Ben Spies mitgehen. Die Entscheidung fiel erst, als bei Biaggi in der letzten Runde die Benzinpumpe kurz streikte und die RSV4 einen Aussetzer hatte. Trotzdem brachte er den zweiten Platz ins Ziel.

"Ich bin sehr zufrieden", sagte der Italiener nach dem Rennen. "Wir fanden endlich die richtige Balance, hatten ein tolles Rennen und schrammten nur knapp am Streckenrekord vorbei. Ich muss Ben gratulieren, denn seine Pace war unglaublich. In der letzten Schikane starb mein Motorrad plötzlich ab, aber zum Glück sprang es wieder an. Dank meines Vorsprungs auf Haga reichte es, um als Zweiter ins Ziel zu kommen."

Im zweiten Rennen ging Biaggi am Start sogar kurz in Führung, doch dann zog Spies wieder seine Soloshow ab. In der vierten Runde kam Biaggi zu Sturz - und bei Wiederaufnahme des Rennens kollidierte er auch noch mit einem verdutzten Konkurrenten. Dabei zog er sich offenbar Quetschungen und eine Verletzung des dritten Mittelfußknochens auf der rechten Seite zu. Die nächsten Testfahrten in Brünn sind aber nicht gefährdet.

"Ich hatte im zweiten Rennen viel mehr Vibrationen", gab Biaggi zu Protokoll. "Es hatte nicht viel Grip, vielleicht gab es deswegen solche Stürze. In der vierten Runde fuhr ich den U-Turn genauso an wie sonst auch, aber plötzlich klappte das Vorderrad ein. Ich konnte den Motor am Laufen halten und ging wieder auf die Strecke, aber da kollidierte ich noch mit einem anderen Fahrer. Schade, denn das hätte ein weiterer Podestplatz werden können."

Teamkollege Shinya Nakano beendete den ersten Lauf als Sechster und lag im zweiten zu Beginn sogar an dritter Stelle, doch für den Japaner war wegen eines Sturzes schon in der zweiten Runde Endstation: "Mir geht es gut, aber ich bin enttäuscht über den Ausgang. Am Mittwoch kann ich aber die geplanten Tests bestreiten. Dort werden wir daran arbeiten, mein Feeling für die RSV4 weiterzuentwickeln", so der Japaner.

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