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Ben Spies war in Donington der dominierende Mann des Wochenendes © Yamaha

Superpole, zwei Siege, nur noch 14 Punkte Rückstand in der Superbike-WM: Ben Spies fuhr in Donington in seiner eigenen Liga

Es war schon beeindruckend, was Ben Spies in Donington ablieferte: Erst sicherte er sich programmgemäß die nächste Superpole, dann gewann er mühelos beide Rennen. Lediglich im ersten Lauf hatte er es mit ein wenig Gegenwehr von Max Biaggi zu tun, doch in Wahrheit hatte er auch den Aprilia-Piloten sicher im Griff.

"Es war ein absolut perfektes Wochenende", jubelte der Yamaha-Star, der immer wieder mit einem Wechsel in den MotoGP-Zirkus in Verbindung gebracht wird. "Das erste Rennen war aber nicht einfach. Max war die ganze Zeit in meinem Windschatten, aber meine Rundenzeiten waren schnell genug, um vorne zu bleiben. Die letzten drei Runden gab ich alles und so konnte ich mir den Sieg sichern."

"Im zweiten Rennen hatte Nori einen schweren Unfall. Ich hoffe, es geht ihm gut", dachte Spies an seinen Titelkonkurrenten Haga. "So will ich natürlich nicht gewinnen, aber du musst die Punkte nehmen, wie sie kommen. Es war ein gutes zweites Rennen. Die Strecke war heiß und rutschig, aber dank einiger Änderungen lief mein Motorrad wirklich gut. Es war jedoch schwierig, alleine zu fahren und dabei keine Fehler zu machen."

Von einem "wirklich erfolgreichen Wochenende" sprach daher auch Teamchef Massimo Meregalli: "Doppelsieg, Superpole, wertvolle Punkte für die Meisterschaft - da fehlen uns nur noch 14 Zähler. Ben ist unglaublich gefahren und hat das ganze Wochenende keinen Fehler gemacht. Ich möchte aber im Namen des gesamten Teams Nori Haga die besten Genesungswünsche ausrichten. Ich hoffe, dass er bald wieder fahren kann."

Haga wird nach aktuellen Informationen für mindestens vier Wochen ausfallen und damit möglicherweise die nächsten beiden Rennen in Brünn versäumen. Sollte es tatsächlich so kommen, könnte Spies schon dort die WM-Führung übernehmen - und bei seiner derzeitigen Form wäre das möglicherweise eine Vorentscheidung im Titelkampf. Derzeit läuft es für den Amerikaner jedenfalls wie am Schnürchen.

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